Am meisten leiden die Jungen unter der Pandemie

Die Pandemie ist außergewöhnlich, noch kaum einschätzbar oder gar berechenbar. So nimmt sie auf sehr verschiedene Weise Einfluss auf unser psychische Wohlbefinden.
Ob Trauer um Covid-19-Tote, Furcht vor Ansteckung, Angst vor Kontrollverlust, Existenzangst, Familienzoff im Homeoffice oder Wut über den eintönigen Alltag oder die irritierenden Vorschriften der Regierenden – unsere Seele ist so oder so in einen mittlerweile chronischen Stresszustand versetzt.
Denn Menschen sind soziale Wesen, daher verursacht Einsamkeit chronischen Stress. „Menschen, die einsam sind, erkranken häufiger und sterben früher“, sagt Prof. Meyer-Lindenberg, Direktor des Zentralinstituts für seelische Gesundheit in Mannheim.
Er berichtet weiter, dass im November 2020 gab es bereits mehr als 1000 internationale Studien die vermehrt auftretende Symptome wie Angststörungen oder Suchtverhalten, zunehmende Aggressivität beschreiben und Langzeitfolgen vermuten.

Dabei zeigte sich, dass die älteren Menschen häufig von Einsamkeit betroffen sind, während die jüngeren Leute, insbesondere junge Frauen, ganz besonders unter der Isolation und fehlenden (Körper-)Kontakten leiden.
Für mehr als die Hälfte der 16 – 25jährigen war schon in der erste Lockdown eine deutliche bis schwere psychische Belastung. Ihnen fehlt der Kontakt zu ihrer „Peer-Group“, zu Gleichaltrigen. Hier steigt das Risiko der psychischen Belastung mit dem Grad zunehmender soziale Isolation. Das wird häufig unterschätzt – auch wenn die Jugendlichen Kontakt über die sozialen Netzwerke halten.
Die COPSY-Studie (Corona und Psyche) aus dem Klinikum Hamburg-Eppendorf mit 1040 Kindern und Jugendlichen zwischen 11 und 17 Jahren sowie 1586 Eltern per online-Fragebogen beschreibt unter psychosomatischen Beschwerden: Gereiztheit 54 %, Einschlafprobleme 44 %, Kopfschmerzen 40 %, Niedergeschlagenheit 34 %, Bauchschmerzen 31. %, Nervosität 29 %, Rückenschmerzen 26 %, Benommenheit 12 % . Das verstärkt sich in Elternhäusern mit angespannten Familienklima, niedrigem Bildungsniveau und beengten Wohnverhältnissen.
Das Risiko depressiver Verstimmungen steigt – laut NAKO (nationale Gesundheitsstudie) – bei Menschen zwischen 20 – 40 Jahren, während ältere Menschen über 60 Jahren sich als besonders resilient erweisen.

Das Virus bedroht also nicht nur körperlich, sondern auch psychisch und durch den Bildungsverlust, den die Schüler und Studenten hinnehmen müssen.

Der seelischen Gesundheit dient vor allem der persönliche Eindruck von „Selbstwirksamkeit„, womit die Kontrolle über das eigene Befinden gemeint ist – trotz äußerer Umstände!
Rituale helfen, den Tag zu strukturieren – zur gleichen Zeit aufstehen, Arbeitskleidung auch im Homeoffice, Arbeitszeiten, Pausen, Feierabend. Klären, was ist wichtig, dringend, was kann auf Termin gelegt werden? Was erhöht den Spaß oder gar die Freude am Tun? Hobbys, Backen, Kochen, Nähen, Gärtnern – oder, am wirksamsten: etwas für andere tun. Das ist für das seelische Wohlbefinden am besten.

Quelle: Gießener Anzeiger, 24. 11. 2020

Unterschiede bei Corona-Tests

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Covid-Antigen.jpg
Corona-Virus schematisch

gelbe Kette im Inneren der grau dargestellten Außenhülle des Virus; gelber Pfeil:
direkter Erregernachweis mit PCR-Test
mit Erbmaterial*
* Das ist in unseren Zellen DNA = DesoyRiboNucleinSäure (engl. Acid);
im Virus ist die Erbsubstanz RNA = RiboNukleinSäure.
RNA dient in den lebenden Zellen als mRNA = messengerRNA = BotenRNA und ist eine
Abschreibkopie der DNA, die zur Herstellung von Zellbausteinen gebraucht wird.

rote dargestellte Oberflächenstrukturen auf der Virushülle = Antigene, roter Pfeil:
direkter Erregernachweis mit Antigen-Test

blau dargestellte Y-Strukturen = Antikörper; blauer Pfeil: Indirekter Nachweis mit Antikörper-Test
über die Reaktion mit körpereigenen Antikörpern; nach einer Infektion oder Impfung.

Im Bild sehen wir, einen Kreis mit gelbem Pfeil um das Erbmaterial (gelbe innere Kette) des Virus. Das Erbmaterial des Virus besteht aus RNA (Ribonukleinsäure) die die Produktion von Virusteilen zu einem Virus ermöglicht. Dazu benötigt das Virus lebende Zellen, da es selbst nur eine leblose Kopieranweisung ist.
Der graue Kreis stellt die Außenhülle es Virus dar. Die roten Erhebungen auf der Hülle stellen die Antigene dar, die Oberflächenmoleküle, auf die unser Immunsystem reagiert. Die blauen, wie ein Y aussehenden Antikörper sind die Abwehrmoleküle die von unserem Immunsystem hergestellt werden.

Was messen nun die verschiedenen Tests?

Alle Tests mussten bisher von medizinisch geschultem Fachpersonal durchgeführt werden, um das Testmaterial auch wirklich von den richtigen Stellen zu entnehmen. Das ist für manche Menschen sehr unangenehm und löst daher unwillkürlich Abwehrreaktionen aus. Um keine falschen Testergebnisse zu erzielen, müssen die Probenentnahmen sehr sorgfältig durchgeführt und die Abwehrbewegungen vom Probanden unterdrückt werden. Denn bei diesen Tests muss das Probenmaterial aus dem tiefen Rachenraum abgestrichen werden. Das geht durch die Nase oder / und durch den Mund.

Antigen-Schnelltest

Der Rachenabstrich mit den viralen Oberflächenproteinen wird in ein Röhrchen mit Pufferlösung gegeben. Von der Lösung wird eine definierte Tropfenzahl auf die Testkassette – die an einen Schwangerschaftstest erinnert – gegeben.
Spezifische Antikörper in der Testkassette binden das Corona-Antigen, das durch eine chemische Reaktion im Verlauf sichtbar gemacht wird.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-1.png
Foto: ZDF

Das Ergebnis Nein = ein Strich = Probe in Ordnung oder Ja = zwei Striche = Probe Corona-positiv ist in 15 – 30 Minuten ablesbar.

Gerade um symptomfrei Infizierte zu erkennen und zu isolieren, können die günstigen Antigen-Schnelltest bei medizinischem Personal, vor Unterrichtsbeginn, am Arbeitsplatz, vor Besuchen in Kliniken und Heimen etc. sehr nützlich sein.
Bei positivem Test ist dieser unbedingt durch einen PCR-Test zu bestätigen. Denn die Empfindlichkeit (Sensitivität) und Genauigkeit (Spezifität) ist beim PCR-Test deutlich höher. d.h. die Fehlerquote von Schnelltests ist höher.

PCR-Test (Gold-Standard)

Der Polymerase-Ketten-Reaktions-Test ist ein reiner Nukleinsäure-Nachweis. Hier werden spezifische Sequenzen des viralen Erbmaterials um ein vielfaches vermehrt, so dass auch geringste Menschen nachgewiesen werden können.
Die chemische Reaktion durchläuft mehrere sich wiederholende Zyklen im Thermocycler.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image.png
Thermocycler Beispiel, Bild: ebay

Dabei gilt: Je mehr SARS-CoV-2-Erbsubstanz das Ausgangsmaterial enthält, desto weniger Zyklen sind notwendig, bis ein Nachweis erbracht werden kann – und umgekehrt.
Somit ist die Anzahl der Zyklen (auch Zykluswerte genannt = CT-Wert, engl. cycle threshold) ein Maß für die Infektiösität eines Betroffenen.
Faustregel: Je kleiner der CT-Wert, desto ansteckender ist ein Covid-Infizierter.

Das Ergebnis des PCR-Tests liegt frühestens 3 – 4 Stunden nach Laboreingang vor.

Die mit des SARS-CoV-2-infizierten sind nicht in allen Phasen der Erkrankung gleichermaßen ansteckend: zu Beginn und beim Abklingen der Infektion ist die Viruslast gering und damit auch die Infektiösität.
Während der 2 – 14 Tage dauernden Inkubationsphase (in der sich das Virus in den Zellen des Körpers vermehrt, bevor erste Symptome sichtbar werden) nimmt die Viruslast zu und ist besonders am Tag des Auftretens der ersten Symptome besonders hoch.
Auch Betroffene, deren Infektion ganz ohne Symptome verläuft, können also hoch ansteckend sein, während bei schwer bis lebensbedrohlicher Symptomlage die Infektiösität gering sein kann; z.B. weil sich der Körper dann vor allem mit den Schäden, die das Virus durch Zellzerstörung im Gewebe – aufgrund der Virusproduktion – hinterlassen hat, auseinandersetzen muss.

Ein Antikörper-Nachweis durch einen Antikörper-Test zeigt auf, dass der Betroffene Kontakt mit dem SARS-CoV-2-Virus hatte – wahrscheinlich eine derartige Erkrankung überstanden hat oder geimpft wurde.
Denn beim Impfen wird dem Körper Virusmaterial gespritzt, damit die körpereigenen Immunzellen Abwehrstoffe = Antikörper gegen das entsprechende Virus, gegen das geimpft wurde, bilden.

Quelle: GesundheitsKompass Nr. 1, Januar 2021, Dr. med. Tunay Aslan, Ärztl. Leiter Bioscientia MVZ Labor Mittelhessen GmbH

Inzwischen gibt es Spuck und Speichel-SchnellTest

Schnell-Tests müssen nicht schmerzhaft sein und können nun auch von Laien durchgeführt werden.
Hier ein Angebot des masken-shop.at/product/covid-19-speichel-und-spucktest-antigen/

Hilfe bei Terminvereinbarungen (1/2021)

PRESSEMITTEILUNG -pressestelle@lkgi.de, Di 12.01.2021 09:23

Landkreis bietet älteren Menschen Hilfe bei Terminvereinbarung und allen Fragen rund um die Corona-Impfung

Geschultes Team gibt in den Gemeinden Rat und Unterstützung

Landkreis Gießen. Ab heute (Dienstag, 12. Januar) sind in Hessen Anmeldungen für die Corona-Impfungen möglich. Der Landkreis Gießen unterstützt ab 14. Januar ältere und hilfsbedürftige Menschen bei allen Fragen rund um den Impftermin: Ein Team unterstützt bei Bedarf bei der Terminvereinbarung über die Online-Portale des Landes, gibt Hilfestellungen für den Weg zum Impfzentrum nach Heuchelheim und erklärt die Abläufe, die die Menschen dort erwarten.

Alle Menschen ab dem 80. Lebensjahr in Hessen gehören zu der Gruppe, die im ersten Schritt für Impfungen gegen das Coronavirus vorgesehen sind. Am 19. Januar öffnet das Impfzentrum des Landkreises Gießen in Heuchelheim.

Eine Impfung ist nur mit einem Termin nötig. Anmeldungen dafür erfolgen zentral über das Land Hessen über die Telefonnummern 116 117 oder (0611) 505 92 888. Anmeldungen sind auch online möglich über www.impfterminservice.de oder www.impfterminservice.hessen.de Das Land Hessen wird zudem Menschen ab 80 Jahren per Brief anschreiben und informieren. In den Schreiben enthalten sind auch Erfassungsformulare für Impftermine zu Hause. Bis diese möglich sind, wird es aber noch einige Wochen dauern.

Ein Team ist vor Ort in den meisten Rathäusern bei Fragen erreichbar

Der Landkreis hilft älteren Menschen beim Weg zur Impfung: „Unser Unterstützungsangebot richtet sich vor allem an allein lebende Menschen, denen es schwerfällt, über die zentralen vom Land Hessen vorgegebenen Wege einen Termin zu vereinbaren, die Fragen oder Ängste haben“, sagt Landrätin Anita Schneider. „Wir haben ein Team zusammengestellt, das in Zusammenarbeit mit den Kommunen direkt vor Ort in den meisten Rathäusern erreichbar ist und weiterhilft, wenn Angehörige, Nachbarn oder Freunde dies nicht tun können.“

Das Team ist Teil des neuen Personalpools, den der Landkreis zur Unterstützung von Pflegeeinrichtungen ins Leben gerufen hat. Es kann für die einzelnen Orte und Wohnsituationen genau zugeschnitten Hilfe für den Weg nach Heuchelheim und wieder zurück geben – von der Reservierung eines Platzes im Bürgerbus bis hin zur bezuschussten Taxifahrt. „Derzeit klärt das Land noch, ob es eine Rückerstattung der Fahrtkosten zum Impfzentrum ermöglichen kann“, erklärt Landrätin Schneider. „Bis dahin sind wir der Sparkasse Gießen dankbar, die eine Spende in Höhe von 5000 Euro zur Verfügung stellt, um anteilig die Kosten für Taxifahrten zu ermöglichen“, freut sich Landrätin Anita Schneider. „Das ist ein wertvoller Beitrag zum Zusammenerhalt der Gesellschaft.“ Ebenso ist sie den Kommunen dankbar, die rasch ihre Infrastruktur vor Ort für das Unterstützungsangebot zur Verfügung gestellt haben.

Alle älteren Menschen, die Hilfe bei der Terminvereinbarung benötigen oder Fragen rund um die Abläufe im Impfzentrum haben, können sich ab Donnerstag, 14. Januar, telefonisch montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr an Ansprechpartner*innen in den Rathäusern ihrer Kommunen wenden:

Allendorf: (01 51) 22 10 26 27
Biebertal: (0 64 09) 69 34
Buseck: (01 60) 96 30 19 14
Fernwald: (0 64 04) 91 29 11
Grünberg: (0 64 01) 22 12 44
Heuchelheim: (0 641) 60 02 56
Hungen: (0 64 02) 85 55
Langgöns: (0 64 03) 90 20 41
Lich: (0 64 04) 80 62 21
Linden: (0 64 03) 60 51 11
Lollar: (0 64 06) 92 01 09
Rabenau: (0 64 07) 91 09 34
Reiskirchen: (0 64 08) 95 90 66
Staufenberg:  (0 64 06) 8 09 24
Wettenberg: (0 641) 8 40 40
Für die übrigen Kommunen berät das Team des Landkreises unter Telefon (06 41) 93 90 11 66

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Wingender
Pressesprecher

Landkreis Gießen
Der Kreisausschuss
Kreisgremien und Öffentlichkeitsarbeit
Gebäude F – Raum 207
Riversplatz 1-9
35394 Gießen

Telefon: 0641 9390-1470
Mobil: 0176 19390-823
dirk.wingender@lkgi.de
pressestelle@lkgi.de
http://www.lkgi.de
www.facebook.com/LandkreisGiessen

Impfstoffe – ein Vergleich – (1/2021)

Die aktuell verfügbaren Impfstoffen sind beide moderne mRNA-Impfstoffen

Man kann diese Impfstoffe als maßgeschneiderte molekulare Kreation betrachten. Mit Hilfe der mRNA-Sequenz im Impfstoff wird die bestmögliche Herstellung eines gewünschten Proteins im Körper codiert. Die Impfung stellt sicher, dass die entsprechende Abschrift erreicht wird, so wie es ein Virus auch machen würde – nur dass die Impfung ein anderes Ziel verfolgt, als der um seine Vervielfältigung bemühte Virus, das sich wie ein Krebsgeschwür ausbreitet.

Quellen: Gießener Anzeiger, 14. 1. 2021

Der Vorteil der Moderna®-Impfstoffe ist, dass es bei Kühlschranktemperatur gelagert werden – und damit in jeder Arztpraxis verimpft werden kann,
während CureVac® bei 70 Grad minus haltbar ist. Nach dem Auftauen muss der Impfstoff binnen 5 Tagen verimpft sein.

Foto: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov

Traditionelle Impfstoffe mit lang bewährter Technologie sind:

Lebendimpfstoffe mit inaktivierten Vektorviren:
Hier dienen gut bekannte, harmlose Viren als Ausgangspunkt, beispielsweise das „Modifizierte Vaccinia-Virus Ankara“ (MVA), das Adenovirus Serotyp 26 oder das Virus aus Masernimpfstoff, um das Immunsystem anzuregen.
Solche sogenannten Vektorviren können sich in Menschen vermehren, ohne eine Erkrankung auszulösen. Man weiß auch, wie man sie in Zellkulturen in großen Mengen produzieren kann.
Die Forscher ergänzen für die Impfung das Vektorvirengenom um ein oder mehrere Gene für Oberflächenproteine, z.B. von SARS-CoV-2. Einige Vektorviren werden auf diese Weise „verkleidet“, da sie dann selbst diese Proteine auf ihrer Oberfläche tragen und so dem Immunsystem eine Covid-19-Infektion vorgaukeln können.
Andere Vektorviren sehen nicht nach SARS-CoV-2 aus, aber veranlassen die Produktion der SARS-CoV-2-Proteine in Zellen, in die sie eingedrungen sind.
In beiden Fällen führt das dazu, dass ein Immunschutz aufgebaut wird, der auch eine echte Infektion abwehren kann – so der Plan.
Jeweils aufbauend auf einem Vektorvirus sind auch die ersten zugelassenen Ebola-Impfstoffe, der erste Dengue-Impfstoff und weitere experimentelle Impfstoffe entwickelt worden.
Vektorviren-Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2-Virus entwickeln beispielsweise Janssen, das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), die University of Oxford mit AstraZeneca, die Kooperation IAVI / MSD und das Konsortium ReiThera / Leukocare / Univercells.

Totimpfstoffe mit Virusproteinen:
Diese Impfstoffe enthalten entweder ausgewählte Virusproteine (so etwa bei Novavax, Greffex, der University of Queensland, UMN Pharma (Tochter von Shionogi) und Sanofi / GSK);
oder sie enthalten das ganze Material inaktivierter SARS-CoV-2-Viren (etwa bei Beijing Institute of Biological Products / Sinopharm).
Sehr viele zugelassene Impfstoffe sind so zusammengesetzt; beispielsweise solche gegen Hepatitis B oder Grippe.

Neuartiger Technologie, aktuellen technischen Möglichkeiten folgend, arbeiten die

RNA-Impfstoffe:
Diese Impfstoffe enthalten die ausgewählte „Abschrift“ eines Gens = messenger-Ribonukleinsäure (kurz mRNA). Mit dieser BotenRNA – z.B. hier des Covid-Virus – können in allen lebenden Zellen Proteine hergestellt, die in diesem Fall (gewünscht) den Oberflächenstrukturen des Virus entsprechen. Diese Teile allein sind aber eben nicht infektiös.
Bei den meisten Menschen bildet der Körper also nach der Injektion mit Hilfe der mRNA aus dem Impfstoff selbst die (ungefährlichen) Virusbestandtele. Das regt dann wiederum – wie bei einem konventionellen Impfstoff – den Aufbau des Immunschutzes an, indem das Immunsystem Antikörper gegen den Fremdkörper bildet und in Erinnerungszellen den Bauplan für die Antikörper speichert. Ist der Körper, z.B. bei einer echten Infektion, mit dem Erreger konfrontiert, erfolgt die Abwehrreaktion deutlich schneller, als bei ungeimpften, die die Abwehrreaktion je erst aufbauen müssen, während sich das wirklich infektiöse und krankmachende Virus im Körper zunächst ungehindert ausbreitet.
mRNA-Impfstoffe haben den Vorteil, dass von ihnen sehr schnell viele Injektionsdosen produziert werden können.
Zu den Unternehmen und Instituten, die solche Impfstoffe gegen Covid-19 entwickeln, gehören unter anderem BioNTech/Pfizer, Moderna, CureVac, Arcturus Therapeutics und eTheRNA.

DNA-Impfstoffe:
Ähnlich funktionieren auch Impfstoffe, die statt mRNA ein Stück DNA mit einem Viren-Gen enthalten. Daran arbeiten unter anderem das Unternehmen Inovio, das Genexine-Konsortium und das OpenCorona-Konsortium unter Führung des schwedischen Karolinska-Institut und Mitwirkung der Universität Gießen.

Quelle: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/impfen/impfstoffe

„Jede helfende Hand zählt!“ (1/2021)

Aufruf der Landrätin zum Aufbau eines Personalpools

Unterstützung der Pflegeeinrichtungen im Landkreis Gießen
durch freiwillige Helferinnen und Helfer;
Aufbau eines Personalpools „Jede helfende Hand zählt!“

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Vereinsmitglieder und Studierende,

aufgrund von vermehrten Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen sowie
in Einrichtungen der Behindertenhilfe im Landkreis Gießen kann die
Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner dort aktuell nicht mehr
vollständig abgedeckt werden. Es drohen Engpässe, was die Betreuung und
Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner angeht und die Gefahr, dass
Fachkräfte fehlen, um die Pflegeleistungen mit ausreichend Personal
abzusichern.

Der Landkreis Gießen sieht hier dringenden Handlungsbedarf, um den pflege-
und betreuungsbedürftigen Menschen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen.
Nun zählt jede helfende Hand! Gesucht werden Menschen aus der
Bevölkerung, aus den Vereinen und den Hochschulen, die bereit sind, die
Fachkräfte bei der Betreuung und Versorgung der Heimbewohnerinnen und
Heimbewohner zu entlasten,
zum Beispiel etwa bei der Zubereitung von
Mahlzeiten und in der Alltagsbetreuung.
Daher soll kurzfristig ein Personalpool zur Unterstützung der Pflegekräfte
installiert werden, um den Heimen kurzfristig Hilfskräfte zur Verfügung zu
stellen.
Es ist das Ziel, durch eine wertvolle Unterstützung für die Fachkräfte vor Ort
einen Kollaps der pflegerischen Versorgung in den Alten- und Pflegeheimen
sowie in den Einrichtungen für Behindertenhilfe zu verhindern.

Die Vermittlung durch den Landkreis Gießen führt zu einer zeitlich befristeten
Einstellung in der jeweiligen Pflegeeinrichtung.
Für die Gesundheit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wird durch die
Bereitstellung von Schutzausrüstung und regelmäßige Tests durch den
Landkreis Gießen gesorgt.
Außerdem werden alle Freiwilligen vor ihrem Einsatz
durch das Gesundheitsamt in die erforderlichen Hygienebestimmungen
eingeführt. Auch während des Einsatzes stehen beim Landkreis
Ansprechpartner für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zur Verfügung.

Wir würden uns über Ihre Unterstützung sehr freuen und bitten Sie um
Anmeldung über das Kontaktformular auf der Homepage des Landkreises
Gießen

https://www.lkgi.de/gesundheit-und-soziales/3393-pflegepool-freiwillige-und-
hilfesuchende-koennen-sich-hier-melden .


Quellen:
Aufruf der Landrätin
Foto: Pflegenetzwerk Leipzig e.V.