Status der täglichen Neuerkrankungen und mehr ….

Die untenstehen Zahlen wurden seit dem 1.März 2020 täglich aktualisiert. Dadurch ist in der Redaktion auch ein langfristiges Verständnis darüber erstanden, was sich durch die Zahlen ausdrückt. Auch die Beiträge, die in dieser Seite veröffentlicht werden, sind durch eigene Kompetenzen geprägt.

18. 01. 2021 Einschränkungen (Ausgangsbeschränkung und 15-km.Regelung aufgehoben)

15. 01. 2021 Alle Impftermine derzeit vergeben

14. 01. 2021 Neuer Spuck- und Speichel-Schnelltest

12. 01. 2021 Neuerlicher Aufruf für Pflegekraft-Pool

12. 01. 2021 Neue Seite im Bilderbogen mit Infos zu den Impfungen



Zahlen, aktualisiert: 18. Januar 2021 11:40 Uhr

tägliche Aktualisierung bis ca. 13 Uhr, ( Zahlen vom RKI und LKGI)
sowie eigene Berechnungen der 7-Tagesmittel

Biebertal: aktuelle Fälle: 80 gestern 82 (bei ca. 10800 Einwohnern)
Inzidenz Biebertal: 149 gestern: 149
Inzidenz Landkreis: 155 gestern: 157
Neue Zahlen für den Landkreis und für Biebertal kommen immer erst am Nachmittag (15 Uhr).

Landkreis Gießen: 4
gestern: 47
7-Tagesmittel: 59
gestern: 59
im Krankenhaus: 123
verstorben: 235 (+8)


Deutschland R-Faktor

7-Tagesmittel : 0,93
gestern: 0,95


Hessen: 422
gestern: 1288
7-Tagesmittel: 934
gestern: 954

Deutschland: 7141
gestern: 13882
7-Tagesmittel: 13495
gestern: 14261


Landkreis Gießen

mit Informationen über die Verteilung der Fälle in den Kommunen


Aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Institut

Täglicher Lagebericht des Robert-Koch-Institutes (17.01. 2021)

file:///C:/Users/Winfried/Downloads/2021-01-02-de(1).pdf(öffnet in neuem Tab)

Epidiologisches Bulletin des Robert-Koch-Institutes (28. 09. 2020)


https://ourworldindata.org/coronavirus

Mit dieser Plattform hat man die Möglichkeit die Zahlen für alle Länder gezielt auszuwählen und zu bewerten. Das Portal hat Informationen für sehr viel Viren und deren Bekämpfung. Allerdings ist das Portal in Englisch gehalten. Ansonsten das Beste, was mir bisher begenet ist.


In den folgenden Abschnitten findet man sehr viele Informationen:

Diese braucht man, wenn man sich selbst ein Bild der Lage machen möchte
und nicht nur von den offiziellen Informationen abhängig sein will.


Mein Fluglehrer hat mir vor 30 Jahren einen Satz mitgegeben,
den ich für mein eigenes Leben übertragen habe:
Er sagte mir zu Beginn der Flugausbildung:
„Winfried, denke immer daran: DU fliegst das Flugzeug, nicht das Flugzeug fliegt dich.“
Übertragen auf Corona bedeutet dies :

Nicht die Regierung kann mich beschützen, das kann nur ich selbst !

Ich empfinde es bedauerlich, dass die Verntwortlichen so wenig Vertrauen in ihre Bürger haben.
Dabei haben die Bürger zu Beginn der Pandemie bewiesen, dass sie richtig aus ihrer persönlichen Lebenserfahrung handeln,

Sie haben Abstand gehalten, wie uns unsere Lebenserfahrung lehrt, von Kindauf bis ins Alter. Das war und ist ausreichend!
Die Infektionskurve ging schon abwärts, bevor Verordnungen die Grundrechte enschränkten
.

Auch in dieser 2. Welle Ende Oktober 2020 habe ich den Eindruck, dass die Bürger aus eigener Verantwortung bereits vor den Maßnahmen der Regierung ihre persönlichen Kontake verringern. Die Maßnahmen der Regierung sollten sich erst Mitte November in den Zahlen widerspiegeln. – Das ist aber nur das Gefühl des Autors dieser Seite



22. 09. 2020: Plädoyer für einen rationalen Umgang mit dem Virus
Dr. Elke Heidrich-Lorsbach und Michael Lorsbach
Diesen offenen Brief richten wir vor allem an politische Entscheidungsträger und Medienschaffende, aber auch an alle anderen Bürger

28. 7. 2020 Zeitung Handelsblatt: „Arzte und Kliniken meldeten für 400 000 Beschäftigte Kurzarbeit an.“ Handelsblatt.

War es nicht so, dass die Grundrechtsbeschränkungen nur deshalb beschlossen wurden, damit die Infektionskurve abflacht und das Gesundheitssystem nicht überlastet wird ????

24. 07. 2020: Informatives Portal: n-tv.de/thema/corona-krise / gut aufbereitet aus RKI-Daten

15. 07. 2020: Informatives Portal: ourworldindata.org/ nicht nur für Corona

Für Deutschland gibt eine besondere Information (englisch) : https://ourworldindata.org/covid-exemplar-germany

15. 07. 2020: Informatives Portal: info-k.de
07. 07. 2020: Ärzte für Aufklärung – Initiative gestartet

29. 6. 2020: Ein sehr kritisches Interview zu den aktuellen staatlichen Einschränkungen
https://www.youtube.com/watch?v=la2_qj-MTFE
Prof. Bhagdi ist nicht mehr im Staatsdienst und ist deshalb frei in seiner Meinung.


Täglicher Lagebericht des Robert-Koch-Institutes (06. 08. 2020)

Mehr Zahlen und Interpretationen

Die folgenden Beiträge sind nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Sie stellen die Situation in der ersten „Welle“ dar.
Für die zweite Welle wird vor allem der Vergleich zwischen den Strategien von Bedeutung haben: Schweden ohne Verbote und ohne Maskenpflicht, verglichen mit Deutschland. Diese Ausarbeitungen folgen noch. Sie werden in etwa 2 Wochen sehr interessant werden, wenn die jetzt beschlossenen Maßnahmen in den Kurven deutlich werden. Erwartet wird von dieser Seite, dass bereits VOR der Wirkung der Maßnahmen die Zunahme der Zahlen rückläufig sein werden, genau wie in der ersten Welle. Die Bevölkerung reagiert freiwillig, aus Überzeugung, wenn es wirklich wichtig ist.
Landkreis Gießen
Land Hessen

Deutschland
300

Mehr Zahlen und Interpretationen

Ab dem 1. Ju1i 2020 werden die Verläufe nur noch alle Monate bis alle 2 Monate aktualisiert. Es werden hier aber Beurteilungen über den weiteren weltweiten Verlauf der Pandemie gegeben. Hierzu werde ich die Zahlen von OurWorldInData (siehe oben) hinzuziehen, denn die Angaben des RKI verwirren mehr, als dass sie wertvolle Aussagen für die Zukunft ermöglichen.

Ende Juli 2020 kommen die ersten Urlauber zurück und bringen das Virus aus Risikigebieten oder auch einfach nur so, mit. Im Kreis Gießen waren von den letzten 19 gemeldeten Fällen 18 auf diese Gruppe zurückzuführen. – Eine erhöhte Anzahl von Krankenhausaufenthalten wird allerdings nicht gemeldet. (Derzeit iwird 1 Krankenaufenthalt gemeldet. Das ist eigentlich alles normal. Die Sterblichkeitsrate ist wie in den verganenen beiden Jahren identisch. Die gesundheitlichen Schäden bei alten Menschen und auch Kindern dürften allerdings erheblich höher liegen als in den Jahren zuvor. Das nimmt unsere Gesllschaft offenbar in Kauf. WARUM? Die Kinder sind unsere Zukunft. Und die Älteren wie ich haben die erforderliche Lebenserfahrung, selbst über unser Verhalten zu entscheiden, auch gegenüber der Gemeinschaft.

Ende Juli 2020: Maskenpflicht: In Österreich und England wird erneut die Maskenpflicht eingeführt. Das ist eine erste Gelegenheit, den Nutzen des Maskentragens in Zahlen festzustellen.
Als die Maskenpflicht in Deutschland (strafbewehrt) eingeführt wurde, gab es keine an Zahlen meßbaren Ergebnisse in den Fallzahlen. Wer es besser weiß, soll mir schreiben. Die sogenannten Studien, die immer wieder in den Medien den Nutzen beschreiben, sind aus meiner Berufserfahrung meist akademische „Spielereien“ oder wurden in anderen Ländern erhoben. Für uns im Landkreis Gießen kann daraus nichts entnommen werden. In ein- bis zwei Wochen sollten Eergebnisse erkannbar werden. Ich bin gespannt.

(Ich habe etwa 40 Jahre für alle Physik-Institute in veratwortlicher Stellung gearbeitet und etwa 20 Jahre das Physikpraktikum für angehende Mediziner mitbetreut)

Wenn wir fragen, wie der weitere Verlauf der Pandemie sein wird, hilft vor allem die grafische Darstellung der Neuinfektionen. Dabei geht es gar nicht so sehr um die exakten Zahlen eines Zeitpunktes, sondern mehr um den bisherigen zeitlichen Ablauf. Die absoluten Zahlen sind durch verschiedene Erfassungsmethoden und durch eine unbekannte Dunkelziffer nicht so aussagekräftig für die zukünftige Entwicklung. Im Landkreis Gießen gibt es bis zum 08. 7. 2020 vier Verstorbenen. Es gibt einen Patienten im Krankenhaus.

Jeder mag sich selbst eine Meinung über den zukünftigen Verlauf der Infektion bilden.
Aber jetzt, nach dem 30. 5. 2020 wird es von dem Zahlenverlauf interessant. Geht die Kurve gegen NULL ? wie in China und Island? Oder bleibt die Kurve für eine gewisse Zeit auf einem Plateau mit einigen hundert Neu-Infizierten, bevor sie gegen NULL geht, oder wieder ansteigt? Vielleicht nach Einführung der Tracing-App, die seit Mitte Julii existiert? In der Zwischenzeit wir die Kurve erst einmal auf dem gleichen Pegel bleiben mit einem Auf und Ab auf geringem Niveau von 300 bis 700. Das überfordert unser Gesundheitssystem nicht.

Eine zweite Welle, die sich gleich anschließt, und die immer wieder in den Medien und von der Politik angesprochen wird, zeichnet sich derzeit nicht ab. Medienmeldungen darüber sind mehr einer nebulösen ANGST zuzuordnen, als dass belastbare Zahlen vorliegen. Inzwischen sprechen auch Virologen nicht mehr von der großen Gefahr einer zweiten Welle. UND: Es wird auch wieder über die Gefahren der Schutzmasken gesprochen, denn diese Gefahren waren wie von Zauberhand im letzten Monat aus der Presse und der Politik verschwunden. Prof. Streek hat diese Diskussion erstmals wieder auf den Tisch gebracht und verstummte auch wieder.

Wenn die Kurven seit April so weiter fallen, wären die Neuinfektionen Mitte Mai bei NULL gewesen. Das ist nicht ganz der Fall. Aber mit etwa 300 Fällen/Tag bundesweit können die Gesundheitsämter und die Krankenhäuser umgehen. Im Landkreis Gießen ist die Neu-Infektionszahl im 7-Tages-Mittel inzwischen unter 1, die R-Zahl mcht bei den geringen Infektionszahlen keinen Sinn mehr.
Und wie geht es dann weiter?
Es ist bekannt dass es immer
eine kleine Zahl an Infektionen geben wird, dauerhaft Dabei werden sich die Zahlen zumindest in den Ländern Europas angleichen. Wo diese Zahl liegen wird, das wird bald deutlich werden.
Vermutlich werden sich immer wieder „Hotspots“ kleinerer Größe bilden, die iregndwie importiert werden. Damit können aber die Gesundsämter umgehen.

Aus dem Verlauf in China (siehe unten) kann man entnehmen, dass eine Dauer der aktiven Infektionslage von zwei Monaten anzunehmen ist, Danach gibt es nur noch Einzelfälle, meist importiert durch die weltweise Reisetätigkeit.
In Deutschland hat sich bis heute die Verringerung der Neuinfizierten weiter entwickelt.. Und dies begann bereits bevor die staatlichen Einschränkungen verfügt wurden. Dies sollte genauer untersucht werden. Der befürchtete Ansatz einer zweiten Welle ist aus den Zahlen jedenfalls zu keiner Zeit erkennbar gewesen. Eine zweite Welle im Herbst ist auch nicht mehr wahrscheinlich, Vielleicht gibt es bis dahin aber auch einen Impfstoff in ausreichender Zahl sowie Medikamente. Erste Erfolge sind bereits da.

Zahlen des Johns-Hopkins-Institutes (08. 7. 2020)

(Das Johns-Hopkins-Institut erfasst die Daten immer aktuell)

Global

Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Vor allem in den USA und Brasilien grassiert der Virus

China

Nuer noch spontane Fälle werden in China gemeldet, meist um 10 pro Tag

USA

Die USA hat die meisten Infektionen und die meisten Tote. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Jeder mag sich selbst eine Meinung über den zukünftigen Verlauf der Infektion bilden.
Aus dem Verlauf in China läßt sich ablesen, dass der Anstieg steiler verläuft als der Abfall. Diesen Verlauf haben wir auch in den Verlaufskurven von Deutschland. Ganz auf Null ist der Infektionsverlauf auch nicht. Schließlich gibt es einen weltweiten Reiseverkehr.


Interessant können auch die Verläufe in Scheden und Island im Vergleich zu Deutschland sein, denn hier gibt es bis heute nur wenig Einschränkungen. Die Wirtschaft läuft dort frei weiter. Siehe weiter unten.

Hier einige bemerkenswerte weitere Verläufe der Infektionen:

NEU 08. 7. 2020: Brasilien

Inzwischen ist Brasilien an die zweite Stelle der Neuinfektionen nach den USA gerückt.

Der Verlauf in diesem Lande dürfte besondere Bedeutung erlangen.

update 08. 7. 2020: Der exponentielle Anstieg der Infektionen in Schweden bis Ende März ist anschließend in einen linearen Anstieg übergeganden. Die Zahlen liegen allerdings recht niedrig (unter 1000 Neuinfektionen). Hier müsste man aber erst prüfen, wie häufig getestet wird. Aussagekräftiger ist dagegen die Todesrate, die jetzt in Schweden bei 4800 liegt.
In Deutschland haben wir etwa 8500 Verstorbene. Der Ende April sich andeutende Stabilisierung der Neu-Infektionen hätte damit zusammenhängen können, dass in Stockholm zentrale Plätze gesperrt wurden. Schulen, Kitas und Geschäfte sind allerdings geöffnet. Die Wirtschaft läuft weiter. Ein stabilisierter Abfall der Infektionen ist allerdings noch nicht festzustellen. Was die letzte Zählung bedeutet, muss erst abgewartet werden. Und erst wenn die Pandemie abgeklungen ist, kann über den „richtigen“ Weg entschieden werden. Denn es gibt nicht nur Corona, sondern auch noch andere Krankheiten.

Island

„In Island wurde als erstem europäischem Land Anfang April eine Tracking-App, Rakning-Covid-19, eingeführt, die freiwillig genutzt werden kann und die Bewegungsprofile der Nutzer für zwei Wochen auf den jeweiligen Smartphone speichert. Bei einem Infekt können die Behörden mit Hilfe der App nachzuvollziehen, wo die Ansteckung stattgefunden hat und welche weiteren Kontakte vorgekommen sind“ (wikipedia) Der jetzige Verlauf entspricht dem Verlauf in China, wo ebenfalls nur spontane Neuinfektionen gemeldet werden.

update 08.07.2020: Ein anderes Land hat einen sehr interessanten Verlauf der Infektionen: Island
Zum einen ist die Anzahl der Infektionen sehr gering. Das Augenmerk will ich aber auf den Verlauf des Abklingens der Kurve leiten. Diese fällt erheblich steiler ab, als in Deutschland oder in Schweden. Hier wird wahrscheinlich das Ergebnis deutlich, dass in Island die Tracing-APP in der Bevölkerung angekommen ist,
Zitat Wikipedia: In Deutschland ist diese aus rechtlichen Gründen erst vor einigen Wochen da. Und im Lagezentrum des Gesundheitsdienstes von Island kann bereits jeder einzelne Fall rekonstruiert werden und so die Infektionskette gestoppt werden. Ein Ziel, dass jetzt auch die Deutschland verfolgt wird. Der Anstieg seit Mitte Juni kann auf vermehrte Testung zurückgefphrt werden.



04. 6. 2020 Deutschlands Infektionen

Im Landkreis Gießen haben wir derzeit im 7-Tage-Mittel 0,17 Infizierte

Update 08. 07. 2020: In Deutschland beginnen die weiteren Lockerungen. Für die beschlossene Obergrenze von Neuinfizierten wurde eine 7-Tage Periode eingeführt. Auch für die R-Zahl wurde eine gegättete Zahl eingeführt. Bei den sehr geringen Zahlen macht diese Zahl wenig Sinn.
Ab Mai wurde eine Maskenpflicht eingeführt. Eine signifikante Änderung der Zahlen kann ich nicht erkennen.

Update 08. 07.02020: In Rußland scheint es nicht besonders gut zu laufen.

Immerhin scheint jetzt das Maximum überschritten sein. In Rußland waren die Bürger alle in Urlaub geschickt worden.

Mit der Anzahl der Infizierten steht Rußland jetzt an vierter Stelle in der Welt, hinter den USA und Brasilien und Indien.

Landkreis Gießen:

Quellen: RKI und JHI und eigene Berechnungen

18. 01. 2021: Einschränkungen aufgehoben

Auszug aus der Verfügung:

  1. Allgemeinverfügung
    Aufgrund §§ 28, 28a des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten
    bei Menschen (Infektionsschutzgesetz – IfSG) vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), zuletzt
    geändert durch ……………………. ordnen wir für das
    Gebiet des Landkreises Gießen zum Schutz der Bevölkerung des Landkreises Gießen vor dem
    ansteckenden Erreger SARS-CoV-2 an:
  2. Änderung der 20. Allgemeinverfügung
    Nr. 1 bis 3 der 20. Allgemeinverfügung des Landkreises Gießen vom 8. Januar 2021 werden aufgehoben.
  3. Inkrafttreten, Außerkrafttreten
    Diese Allgemeinverfügung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Unterschiede bei Corona-Tests

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Covid-Antigen.jpg
Corona-Virus schematisch

gelbe Kette im Inneren der grau dargestellten Außenhülle des Virus; gelber Pfeil:
direkter Erregernachweis mit PCR-Test
mit Erbmaterial*
* Das ist in unseren Zellen DNA = DesoyRiboNucleinSäure (engl. Acid);
im Virus ist die Erbsubstanz RNA = RiboNukleinSäure.
RNA dient in den lebenden Zellen als mRNA = messengerRNA = BotenRNA und ist eine
Abschreibkopie der DNA, die zur Herstellung von Zellbausteinen gebraucht wird.

rote dargestellte Oberflächenstrukturen auf der Virushülle = Antigene, roter Pfeil:
direkter Erregernachweis mit Antigen-Test

blau dargestellte Y-Strukturen = Antikörper; blauer Pfeil: Indirekter Nachweis mit Antikörper-Test
über die Reaktion mit körpereigenen Antikörpern; nach einer Infektion oder Impfung.

Im Bild sehen wir, einen Kreis mit gelbem Pfeil um das Erbmaterial (gelbe innere Kette) des Virus. Das Erbmaterial des Virus besteht aus RNA (Ribonukleinsäure) die die Produktion von Virusteilen zu einem Virus ermöglicht. Dazu benötigt das Virus lebende Zellen, da es selbst nur eine leblose Kopieranweisung ist.
Der graue Kreis stellt die Außenhülle es Virus dar. Die roten Erhebungen auf der Hülle stellen die Antigene dar, die Oberflächenmoleküle, auf die unser Immunsystem reagiert. Die blauen, wie ein Y aussehenden Antikörper sind die Abwehrmoleküle die von unserem Immunsystem hergestellt werden.

Was messen nun die verschiedenen Tests?

Alle Tests mussten bisher von medizinisch geschultem Fachpersonal durchgeführt werden, um das Testmaterial auch wirklich von den richtigen Stellen zu entnehmen. Das ist für manche Menschen sehr unangenehm und löst daher unwillkürlich Abwehrreaktionen aus. Um keine falschen Testergebnisse zu erzielen, müssen die Probenentnahmen sehr sorgfältig durchgeführt und die Abwehrbewegungen vom Probanden unterdrückt werden. Denn bei diesen Tests muss das Probenmaterial aus dem tiefen Rachenraum abgestrichen werden. Das geht durch die Nase oder / und durch den Mund.

Antigen-Schnelltest

Der Rachenabstrich mit den viralen Oberflächenproteinen wird in ein Röhrchen mit Pufferlösung gegeben. Von der Lösung wird eine definierte Tropfenzahl auf die Testkassette – die an einen Schwangerschaftstest erinnert – gegeben.
Spezifische Antikörper in der Testkassette binden das Corona-Antigen, das durch eine chemische Reaktion im Verlauf sichtbar gemacht wird.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-1.png
Foto: ZDF

Das Ergebnis Nein = ein Strich = Probe in Ordnung oder Ja = zwei Striche = Probe Corona-positiv ist in 15 – 30 Minuten ablesbar.

Gerade um symptomfrei Infizierte zu erkennen und zu isolieren, können die günstigen Antigen-Schnelltest bei medizinischem Personal, vor Unterrichtsbeginn, am Arbeitsplatz, vor Besuchen in Kliniken und Heimen etc. sehr nützlich sein.
Bei positivem Test ist dieser unbedingt durch einen PCR-Test zu bestätigen. Denn die Empfindlichkeit (Sensitivität) und Genauigkeit (Spezifität) ist beim PCR-Test deutlich höher. d.h. die Fehlerquote von Schnelltests ist höher.

PCR-Test (Gold-Standard)

Der Polymerase-Ketten-Reaktions-Test ist ein reiner Nukleinsäure-Nachweis. Hier werden spezifische Sequenzen des viralen Erbmaterials um ein vielfaches vermehrt, so dass auch geringste Menschen nachgewiesen werden können.
Die chemische Reaktion durchläuft mehrere sich wiederholende Zyklen im Thermocycler.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image.png
Thermocycler Beispiel, Bild: ebay

Dabei gilt: Je mehr SARS-CoV-2-Erbsubstanz das Ausgangsmaterial enthält, desto weniger Zyklen sind notwendig, bis ein Nachweis erbracht werden kann – und umgekehrt.
Somit ist die Anzahl der Zyklen (auch Zykluswerte genannt = CT-Wert, engl. cycle threshold) ein Maß für die Infektiösität eines Betroffenen.
Faustregel: Je kleiner der CT-Wert, desto ansteckender ist ein Covid-Infizierter.

Das Ergebnis des PCR-Tests liegt frühestens 3 – 4 Stunden nach Laboreingang vor.

Die mit des SARS-CoV-2-infizierten sind nicht in allen Phasen der Erkrankung gleichermaßen ansteckend: zu Beginn und beim Abklingen der Infektion ist die Viruslast gering und damit auch die Infektiösität.
Während der 2 – 14 Tage dauernden Inkubationsphase (in der sich das Virus in den Zellen des Körpers vermehrt, bevor erste Symptome sichtbar werden) nimmt die Viruslast zu und ist besonders am Tag des Auftretens der ersten Symptome besonders hoch.
Auch Betroffene, deren Infektion ganz ohne Symptome verläuft, können also hoch ansteckend sein, während bei schwer bis lebensbedrohlicher Symptomlage die Infektiösität gering sein kann; z.B. weil sich der Körper dann vor allem mit den Schäden, die das Virus durch Zellzerstörung im Gewebe – aufgrund der Virusproduktion – hinterlassen hat, auseinandersetzen muss.

Ein Antikörper-Nachweis durch einen Antikörper-Test zeigt auf, dass der Betroffene Kontakt mit dem SARS-CoV-2-Virus hatte – wahrscheinlich eine derartige Erkrankung überstanden hat oder geimpft wurde.
Denn beim Impfen wird dem Körper Virusmaterial gespritzt, damit die körpereigenen Immunzellen Abwehrstoffe = Antikörper gegen das entsprechende Virus, gegen das geimpft wurde, bilden.

Quelle: GesundheitsKompass Nr. 1, Januar 2021, Dr. med. Tunay Aslan, Ärztl. Leiter Bioscientia MVZ Labor Mittelhessen GmbH

Inzwischen gibt es Spuck und Speichel-SchnellTest

Schnell-Tests müssen nicht schmerzhaft sein und können nun auch von Laien durchgeführt werden.
Hier ein Angebot des masken-shop.at/product/covid-19-speichel-und-spucktest-antigen/

Ersticken wir im Plastikmüll dank Corona? (9/2020)

Wie ist es in Biebertal? – Schreiben sie uns Ihre Meinung

Am 24. 9. erhielt ich folgendes Schreiben von der Deutschen Umwelthilfe:

wir haben ein Problem – ein Plastikproblem. Deshalb wende ich mich heute an Sie. Wir brauchen Ihre Hilfe! Deutschland steht nicht nur bereits an Europas Spitze beim Verpackungsmüll. Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich der Verpackungsmüll sogar noch um erschreckende 11 Prozent erhöht. Coca-Cola, Nestlé und Co. freuen sich über den steigenden Absatz ihrer Einwegprodukte, während unsere Welt immer mehr im Plastik versinkt.
 
Am 3. September traten neun einwegorientierte Wirtschaftsverbände mit der Forderung an die Öffentlichkeit, die Politik möge es ihnen überlassen, ob beispielsweise Getränke in Dosen, Plastikflaschen oder Mehrweg verkauft werden. Dies ist der bislang unverhohlenste Generalangriff auf das weltweit größte Mehrweg-System im Getränkebereich! 
 
Coca-Cola, Danone und Nestlé, aber auch Discounter wie Aldi und Lidl verdienen mit dem Plastik-Irrsinn Milliarden und haben natürlich nicht vor, dies zu ändern. Sie bezeichnen sich zwar gerne als nachhaltig und geben vollmundige Umweltversprechungen ab. Ein Blick in die Praxis zeigt aber: Diese Versprechen sind wertlos. Coca-Cola ist der größte Plastikproduzent weltweit und ein Kurswechsel hin zu Mehrwegverpackungen ist nicht in Sicht. Der amerikanische Brausekonzern ist für jährlich mehr als 3 Millionen Tonnen Plastikmüll verantwortlich! Damit muss jetzt Schluss sein. Wir akzeptieren nicht, dass Großkonzerne sich auf Kosten der Umwelt und des Klimas eine goldene Nase verdienen.

Der R-Wert (10/2020)

Bei der Bewertung der Neuinfektionen spielt der Reproduktionswert = R-Wert eine Rolle:

Die Basisreproduktionszahl R-Null gibt an, wie viele Menschen von einer infektiösen Person durchschnittlich angesteckt werden, wenn kein Mitglied der Population gegenüber dem Erreger immun ist – wie zu Beginn der Corona-Pandemie – jedenfalls wird das angenommen.

Ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen genau gleich, liegt der R-Wert bei 1 (blaue Linie). (Grafik links)
liegt der R-Wert unter 1 (grüne Linie) reduziert sich die Zahl der Infektionen; im Extrem stirbt das Virus aus.
Liegt der R-Wert über 1 (rote Linie), bedeutet das exponentielles Wachstum.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-13.png

exponentielle Entwicklung – rote Kurve rechts

lineare Entwicklung – blaue Kurve rechts

Desgleichen in einer weiteren Darstellung in Zahlen ausgedrückt (Grafik unten)

Das Tückische bei der Verdopplung der Zahlen ist, dass zu Beginn, wenn die Zahlenwerte gering sind, kaum eine Veränderung zu erkennen ist, die Zahlen dann aber sprunghaft ansteigen. (rote KurveGrafik unten rechts)

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist image-14.png

Die Gesetzmäßigkeiten, nach denen eine Infektionswelle – wie auch deren Eindämmung – verläuft, gestaltet sich in der Regel nicht linear (gleichmäßig, geradlinig, wie z.B. Wochentage). Letzteres können wir uns jedoch besser vorstellen … und so folgen unsere Erwartungen eher eindeutigen, gleichmäßigen Regeln.
Der Verlauf der Corona-Pandemie ist allerdings auch nicht als exponentiell zu bezeichnen – jedenfalls untermauern die realen Zahlen während der Pandemie eine derartige Interpretation nicht … auch wenn Regierungskreise mit diesen Szenarien immer wieder drohen und Angst verbreiten.

Auf die Art haben wir eine deutlich massivere Infektion mit Angst, mit wirtschaftlichen Konsequenzen und Auswirkungen im Bildungs- wie (im weitesten Sinne) medizinischen Versorgungssystem, als wir sie mit Erkrankungen und Toten in Verbindung mit dem Covid-19-Virus tatsächlich sehen.

Bedeutsam ist auch, dass die Fallzahlen sich auf positive Testergebnisse beziehen, wobei
a) unklar ist, was welches Labor gemessen hat, so dass die addieren Zahlen nicht vergleichbar sind, und
b) sagen die in den Tests angezeigten Viruspartikel nichts über Infektiosität oder gar Erkrankung aus.

Des weiteren sind die Zahlen, die für die aktuelle Ampelregelung angenommen werden, vollkommen willkürlich und entsprechen keinerlei medizinischer Relevantz – wie z.B. Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) betont*.

Grafiken: wikipedia
Quelle: Interview Kerstin Münstermann mit Dr. Gassen, Gießener Anzeiger, 23. 10. 2020

Empfehlungen für verschiedene Bevölkerungsgruppen (3/2020)

Informationen für die Allgemeinbevölkerung

Hier werden Botschaften vermittelt, um Stress bezüglich der COVID-19-Pandemie zu reduzieren.
Dabei spielt unter anderem die Normalisierung von starken Emotionen eine große Rolle.

  • Es ist normal, sich traurig, ängstlich, gestresst, unsicher oder wütend zu fühlen.
  • Soziale Unterstützung hilft: Sprechen Sie mit Menschen, denen Sie vertrauen. Kontaktieren Sie Ihre Freunde und Familie.
  • Wenn Sie zu Hause bleiben, erhalten Sie einen gesunden Lebensstil aufrecht. Dazu zählen zum Beispiel körperliche Aktivität, eine gesunde Ernährung und soziale Kontakte (gegebenenfalls über Telefon/elektronische Medien).
  • Vermeiden Sie den Konsum von Tabak, Alkohol oder anderen Drogen als Strategie zur Emotionsregulation.
  • Falls notwendig, suchen Sie sich Unterstützung bei Gesundheitsfachkräften oder anderen Personen in Ihrem sozialen Umfeld, denen Sie vertrauen.
  • Machen Sie sich einen Plan, wo Sie professionelle Hilfe bezüglich körperlicher, psychischer und psychosozialer Probleme erhalten können, falls dies notwendig werden sollte.
  • Sich an Fakten orientieren: Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihr persönliches Risiko und die Möglichkeiten, sich zu schützen. Verwenden Sie hierfür nur seriöse Quellen wie beispielsweise die des Robert Koch-Instituts oder des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums.
  • Beachten Sie auch positive Nachrichten bezüglich der aktuellen Krise, beispielsweise die Zahlen der bereits geheilten Personen oder Berichte über milde Verläufe.
  • Seriöse Informationsquellen sind beispielsweise das Robert Koch-Institut oder das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium.
  •  Auch der eingeschränkte Konsums von potenziell beunruhigender Medienberichterstattung. Dabei sollten die Menschen ermuntert werden auch positive Nachrichten, wie beispielsweise die Zahl der bereits gesundeten Menschen, bewusst zu berücksichtigen und sich nicht einseitig auf negative Ereignisse zu fokussieren. Zudem wird das Aufstellen eines Krisenplans, wo, falls notwendig, medizinische und psychosoziale Hilfe zu bekommen ist, empfohlen.

Neben diesen eher inhaltlich orientierten Botschaften scheint zudem das Vermitteln von Interesse und Empathie eine zentrale Rolle zu spielen.

Empfehlungen für Menschen in Isolation

Da mit einer Isolation, beispielsweise durch staatlich angeordnete Quarantäne, zahlreiche Belastungsfaktoren für die psychische Gesundheit einhergehen, scheinen spezielle Empfehlungen für diese Bevölkerungsgruppe relevant. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Möglichkeit, mit Freunden und Familie kommunizieren zu können, um so Gefühle von Einsamkeit und Isolation zu reduzieren. Für die Aufrechterhaltung dieser Kommunikation kann die Nutzung entsprechender technischer Kommunikationsmedien empfohlen werden (zum Beispiel Messenger-Apps) (11). Das IASC, die WHO sowie das Internationale Rote Kreuz empfehlen zudem „Maßnahmen zum Erhalt des Wohlbefindens in Isolation“ zu erhalten, die in dem gleichnamigen Kasten dargestellt sind (81011). So sollte weiterhin regelmäßig körperliche Aktivität betrieben werden, die auch in der Wohnung leicht durchführbar ist (beispielsweise Yoga, Pilates oder Krafttraining). Zudem werden kognitive Aktivitäten empfohlen, wobei dabei unterschiedlichste Formen im Alltag denkbar sind (Sudoku, Kreuzworträtsel, Spiele). Weiterhin wird die Durchführung von Entspannungsübungen (zum Beispiel Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen) empfohlen. Bezüglich der Informationsaufnahme sollte möglichst nur ein bis zwei Mal pro Tag das Tagesgeschehen verfolgt und die Beschäftigung mit beunruhigenden Nachrichten und Gerüchten bewusst eingeschränkt werden. Als Beschäftigung wird zudem auch das Lesen von Büchern oder Magazinen, bei denen kein Bezug zu den aktuellen Ereignissen besteht, empfohlen (11). In der Kommunikation sollte ein besonderer Fokus auf die verbale Kommunikation gelegt werden, da nonverbale Kommunikation, durch die sonst oft Empathie und emotionale Wärme vermittelt werden, unter Umständen durch die Einschränkung von körperlichem Kontakt, Schutzkleidung und Gesichtsmasken eingeschränkt wird (8).

Empfehlungen zum Umgang mit Kindern

Eine Krise wie die COVID-19-Pandemie kann vielfältige Auswirkungen auf Kinder haben, da diese in der Regel noch über unzureichende Ressourcen oder Bewältigungsmöglichkeiten in Bezug auf die damit einhergehende psychosoziale Belastung verfügen. Typischerweise beobachtete Reaktionen auf Stress können dabei anklammerndes Verhalten bei den Bezugspersonen, Ängste, Stimmungsschwankungen, Rückzugsverhalten, Albträume, Bettnässen, aber auch Wut und Ärger sein. Der Kasten „Hinweise zum Umgang mit Kindern“ fasst Empfehlungen der Welt­gesund­heits­organi­sation und des ISAC zum Umgang mit Kindern während der COVID-19-Pandemie zusammen.

Dabei sollte den Bezugspersonen vermittelt werden, dass Kinder in Krisensituationen besonders viel Zeit und Aufmerksamkeit benötigen und Trennungserfahrungen nach Möglichkeit zu vermeiden sind. Wenn diese, zum Beispiel infolge von Quarantänemaßnahmen, nicht zu vermeiden sind, sollte darauf geachtet werden, dass die Bezugspersonen in regelmäßigem zum Beispiel telefonischen Kontakt mit den Kindern stehen. Kindern sollten zudem mit Unterstützung ihrer Bezugspersonen, ihren Emotionen und Ängsten Ausdruck verleihen können. Dabei sollten die Bezugspersonen auch ihren eigenen emotionalen Ausdruck im Blick behalten und möglichst ruhig bleiben. Um Sicherheit zu vermitteln, wird empfohlen, existierende Routinen möglichst aufrechtzuerhalten. Falls dies nicht möglich ist, sollten unter veränderten Umständen neue Routinen geschaffen werden. Kinder brauchen zudem ausreichend Raum für Spiel und Entspannung. Die Kinder sollten, unter Berücksichtigung ihres Alters, über die relevanten Fakten der aktuellen Situation aufgeklärt werden. Dies beinhaltet die aktuelle Situation, mögliche Maßnahmen zur Reduktion des Ansteckungsrisikos (zum Beispiel Händewaschen) aber auch potenzielle Entwicklungen in der Zukunft. Um Kinder nicht weiter zu verängstigen sollte es vermieden werden, vor ihnen über unklare Fakten oder Gerüchte zu spekulieren.

Empfehlungen zum Umgang mit älteren Menschen

Bei älteren Menschen, insbesondere wenn kognitive Defizite oder eine Demenz vorliegen und Isolationsmaßnahmen angeordnet werden, können heftige Emotionen von Angst, Ärger, Stress oder auch starke Agitation oder Rückzug auftreten. In dieser Zielgruppe ist praktische, aber auch emotionale Unterstützung durch vertraute Bezugspersonen besonders wichtig. Der Kasten „Hinweise zum Umgang mit älteren Menschen“ zeigt Empfehlungen der WHO und der IASC bezüglich des Umgangs mit älteren Menschen während der COVID-19-Epidemie.

Bei der Informationsvermittlung ist bei älteren Menschen darauf zu achten, dass bei kognitiven Einschränkungen die Information besonders klar und deutlich und in kleinen Portionen vermittelt werden sollte. Die Informationen sollten zudem so oft wie nötig wiederholt werden und es sollte kein Ärger gezeigt werden, falls etwas vergessen wurde. Ältere Menschen haben oft weniger Erfahrung mit der Nutzung moderner Kommunikationsmedien. Um sie bei der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte zu unterstützen und Gefühlen von Isolation vorzubeugen, sollten sie daher bei der Nutzung moderner Kommunikationsmöglichkeiten unterstützt werden. Zudem sollte ihnen angeboten werden, sich mit internetbasierten Unterstützungen vertraut zu machen (Lebensmittellieferung über Internet, Taxi bestellen per App). Ältere Menschen könnten zudem mit der Verwendung von Materialen zum Infektionsschutz weniger vertraut sein, sodass ihnen die Funktionsweise und Handhabung besonders ausführlich erklärt werden sollte. Um die gesundheitsförderlichen Effekte körperlicher Aktivität nutzen zu könnten, sollten ältere Menschen mit einfachen körperlichen Übungen, die zu Hause ausgeführt werden können, vertraut gemacht werden (IASC). Ältere Menschen könnten zudem ermutigt werden, ihre Erfahrung und Expertise in Form von geeigneten Freiwilligendiensten zur Verfügung zu stellen (WHO).

Schlussfolgernde Überlegungen

Im Rahmen der COVID-19-Pandemie ist von einer psychischen Belastung von großen Teilen der Bevölkerung auszugehen. Dabei können einfache Hinweise zum Umgang mit und der Informationsvermittlung an Patienten, Ärzte und anderen Gesundheitsfachkräfte dabei helfen, psychische Belastungen möglichst vorzubeugen oder diese zu reduzieren. Dabei spielen insbesondere die Akzeptanz heftiger Emotionen, die Aktivierung sozialer Unterstützung, ein gesundheitsförderlicher Lebensstil, eine Orientierung an zuverlässigen wissenschaftlichen Fakten und eine Einschränkung beunruhigenden Medienkonsums eine Rolle. Neben den hier dargestellten Maßnahmen könnten auch solche der psychologischen Ersten Hilfe, die unter anderem bereits im Rahmen der Ebola-Epidemie angewendet wurden (13), und auch professionelle Angebote im psychologisch-psychiatrischen Bereich hilfreich sein.


Aktivitäten zum Erhalt des Wohlbefindens in Isolation

  • Körperliche Aktivität (Yoga, Pilates, Krafttraining)
  • Kognitiv aktiv bleiben (Spiele, Sudoku, Kreuzworträtzels)
  • Gesunde Ernährung
  • Entspannungsübung (Atemübungen, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen)
  • Lesen von Büchern und Magazinen
  • Reduktion der Beschäftigung mit bedrohlichen Medieninhalten
  • Reduktion der Beschäftigung mit Gerüchten
  • Informationsbeschaffung nur in zuverlässigen Quellen
  • Informationsbeschaffung eher ein bis zwei Mal pro Tag als stündlich
  • Routinen so weit wie möglich aufrechterhalten
  • Gefühl von Kontrolle herstellen durch Setzen von konkreten Zielen (beispielsweise Tagebuchschreiben oder etwas Neues lernen)
  • Humor behalten: Humor wirkt gegen Hoffnungslosigkeit, Lachen und Lächeln kann Angst und Stress reduzieren
  • Akzeptanz extremer Emotionen

Hinweise zum Umgang mit älteren Menschen

  • Informationen und Kommunikation einfach und klar, so oft wie notwendig wichtige Fakten wiederholen
  • Unterstützung bei der Benutzung von Telekommunikationsmedien zur Aufrechterhaltung sozialer Kontakte
  • Einfache verständliche Informationsmaterialien verwenden
  • Besondere Aufmerksamkeit bei der Erläuterung der Funktionsweise von Schutzmaßnahmen
  • Unterstützung bei der Nutzung von Internetservices (zum Beispiel zur Lebensmittellieferung)
  • Vermittlung einfacher körperlicher Übungen, die zu Hause durchgeführt werden können
  • Ermutigung zum Einbringen von Erfahrung und Expertise, zum Beispiel im Rahmen ehrenamtlicher Arbeit

Hinweise zum Umgang mit Kindern

  • Ausreichend Aufmerksamkeit, Zuhören, Unterstützung vermitteln
  • Sichere und unterstützende Umgebung schaffen
  • Emotionsausdruck ermöglichen und empathisch begleiten
  • Eigenen Emotionsausdruck beachten und möglichst ruhig bleiben (Modellfunktion)
  • Möglichkeiten für Spiel und Entspannung schaffen
  • Längere Trennungen von Bezugspersonen vermeiden
  • Wenn Trennung nicht vermeidbar, regelmäßiger Kontakt (zum Beispiel per Telefon)
  • Routinen aufrechterhalten oder neue schaffen (regelmäßige Essens- und Schlafzeiten)

Quelle: Deutsches Ärzteblatt 2020; 117(13): A-648 / B-552, Petzold, M.B., Ströhle, A., Plag, J.

Vorerkrankungen und bleibende Schäden (4/2020)

Obduktionsergebnisse bringen neue Erkenntnisse

100 Patienten wurden in der Hamburger Rechtsmedizin untersucht.
Demnach hatten alle Coronavirus-Todesopfer „in der Regel mehrere“ schwere Vorerkrankungen.
Quelle: Merkur.de


Einfluss von Vorerkrankungen

Durch Obduktionen kann rekonstruiert werden, woran ein Patient gestorben ist.
Einige Insttutionen haben ihre Ergebnisse veröffentlicht. Sie sind auch für den normalen Bürger interessant,

Hier ein zusammenfassender Bericht:
Süddeutsche Zeitung vom 21. 4. 2020


Coronavirus-Infektion mit Folgeschäden

Auch wenn die Covid-19 Erkrankung überstanden ist, können Schäden weiterhin bleiben. Ein erster Bericht findet sich in der Süddeutschen Zeitung.

Quelle: Süddeutsche Zeitung

Hilfe bei Terminvereinbarungen (1/2021)

PRESSEMITTEILUNG -pressestelle@lkgi.de, Di 12.01.2021 09:23

Landkreis bietet älteren Menschen Hilfe bei Terminvereinbarung und allen Fragen rund um die Corona-Impfung

Geschultes Team gibt in den Gemeinden Rat und Unterstützung

Landkreis Gießen. Ab heute (Dienstag, 12. Januar) sind in Hessen Anmeldungen für die Corona-Impfungen möglich. Der Landkreis Gießen unterstützt ab 14. Januar ältere und hilfsbedürftige Menschen bei allen Fragen rund um den Impftermin: Ein Team unterstützt bei Bedarf bei der Terminvereinbarung über die Online-Portale des Landes, gibt Hilfestellungen für den Weg zum Impfzentrum nach Heuchelheim und erklärt die Abläufe, die die Menschen dort erwarten.

Alle Menschen ab dem 80. Lebensjahr in Hessen gehören zu der Gruppe, die im ersten Schritt für Impfungen gegen das Coronavirus vorgesehen sind. Am 19. Januar öffnet das Impfzentrum des Landkreises Gießen in Heuchelheim.

Eine Impfung ist nur mit einem Termin nötig. Anmeldungen dafür erfolgen zentral über das Land Hessen über die Telefonnummern 116 117 oder (0611) 505 92 888. Anmeldungen sind auch online möglich über www.impfterminservice.de oder www.impfterminservice.hessen.de Das Land Hessen wird zudem Menschen ab 80 Jahren per Brief anschreiben und informieren. In den Schreiben enthalten sind auch Erfassungsformulare für Impftermine zu Hause. Bis diese möglich sind, wird es aber noch einige Wochen dauern.

Ein Team ist vor Ort in den meisten Rathäusern bei Fragen erreichbar

Der Landkreis hilft älteren Menschen beim Weg zur Impfung: „Unser Unterstützungsangebot richtet sich vor allem an allein lebende Menschen, denen es schwerfällt, über die zentralen vom Land Hessen vorgegebenen Wege einen Termin zu vereinbaren, die Fragen oder Ängste haben“, sagt Landrätin Anita Schneider. „Wir haben ein Team zusammengestellt, das in Zusammenarbeit mit den Kommunen direkt vor Ort in den meisten Rathäusern erreichbar ist und weiterhilft, wenn Angehörige, Nachbarn oder Freunde dies nicht tun können.“

Das Team ist Teil des neuen Personalpools, den der Landkreis zur Unterstützung von Pflegeeinrichtungen ins Leben gerufen hat. Es kann für die einzelnen Orte und Wohnsituationen genau zugeschnitten Hilfe für den Weg nach Heuchelheim und wieder zurück geben – von der Reservierung eines Platzes im Bürgerbus bis hin zur bezuschussten Taxifahrt. „Derzeit klärt das Land noch, ob es eine Rückerstattung der Fahrtkosten zum Impfzentrum ermöglichen kann“, erklärt Landrätin Schneider. „Bis dahin sind wir der Sparkasse Gießen dankbar, die eine Spende in Höhe von 5000 Euro zur Verfügung stellt, um anteilig die Kosten für Taxifahrten zu ermöglichen“, freut sich Landrätin Anita Schneider. „Das ist ein wertvoller Beitrag zum Zusammenerhalt der Gesellschaft.“ Ebenso ist sie den Kommunen dankbar, die rasch ihre Infrastruktur vor Ort für das Unterstützungsangebot zur Verfügung gestellt haben.

Alle älteren Menschen, die Hilfe bei der Terminvereinbarung benötigen oder Fragen rund um die Abläufe im Impfzentrum haben, können sich ab Donnerstag, 14. Januar, telefonisch montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr an Ansprechpartner*innen in den Rathäusern ihrer Kommunen wenden:

Allendorf: (01 51) 22 10 26 27
Biebertal: (0 64 09) 69 34
Buseck: (01 60) 96 30 19 14
Fernwald: (0 64 04) 91 29 11
Grünberg: (0 64 01) 22 12 44
Heuchelheim: (0 641) 60 02 56
Hungen: (0 64 02) 85 55
Langgöns: (0 64 03) 90 20 41
Lich: (0 64 04) 80 62 21
Linden: (0 64 03) 60 51 11
Lollar: (0 64 06) 92 01 09
Rabenau: (0 64 07) 91 09 34
Reiskirchen: (0 64 08) 95 90 66
Staufenberg:  (0 64 06) 8 09 24
Wettenberg: (0 641) 8 40 40
Für die übrigen Kommunen berät das Team des Landkreises unter Telefon (06 41) 93 90 11 66

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Wingender
Pressesprecher

Landkreis Gießen
Der Kreisausschuss
Kreisgremien und Öffentlichkeitsarbeit
Gebäude F – Raum 207
Riversplatz 1-9
35394 Gießen

Telefon: 0641 9390-1470
Mobil: 0176 19390-823
dirk.wingender@lkgi.de
pressestelle@lkgi.de
http://www.lkgi.de
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Impfstoffe – ein Vergleich – (1/2021)

Die aktuell verfügbaren Impfstoffen sind beide moderne mRNA-Impfstoffen

Man kann diese Impfstoffe als maßgeschneiderte molekulare Kreation betrachten. Mit Hilfe der mRNA-Sequenz im Impfstoff wird die bestmögliche Herstellung eines gewünschten Proteins im Körper codiert. Die Impfung stellt sicher, dass die entsprechende Abschrift erreicht wird, so wie es ein Virus auch machen würde – nur dass die Impfung ein anderes Ziel verfolgt, als der um seine Vervielfältigung bemühte Virus, das sich wie ein Krebsgeschwür ausbreitet.

Quellen: Gießener Anzeiger, 14. 1. 2021

Der Vorteil der Moderna®-Impfstoffe ist, dass es bei Kühlschranktemperatur gelagert werden – und damit in jeder Arztpraxis verimpft werden kann,
während CureVac® bei 70 Grad minus haltbar ist. Nach dem Auftauen muss der Impfstoff binnen 5 Tagen verimpft sein.

Foto: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov

Traditionelle Impfstoffe mit lang bewährter Technologie sind:

Lebendimpfstoffe mit inaktivierten Vektorviren:
Hier dienen gut bekannte, harmlose Viren als Ausgangspunkt, beispielsweise das „Modifizierte Vaccinia-Virus Ankara“ (MVA), das Adenovirus Serotyp 26 oder das Virus aus Masernimpfstoff, um das Immunsystem anzuregen.
Solche sogenannten Vektorviren können sich in Menschen vermehren, ohne eine Erkrankung auszulösen. Man weiß auch, wie man sie in Zellkulturen in großen Mengen produzieren kann.
Die Forscher ergänzen für die Impfung das Vektorvirengenom um ein oder mehrere Gene für Oberflächenproteine, z.B. von SARS-CoV-2. Einige Vektorviren werden auf diese Weise „verkleidet“, da sie dann selbst diese Proteine auf ihrer Oberfläche tragen und so dem Immunsystem eine Covid-19-Infektion vorgaukeln können.
Andere Vektorviren sehen nicht nach SARS-CoV-2 aus, aber veranlassen die Produktion der SARS-CoV-2-Proteine in Zellen, in die sie eingedrungen sind.
In beiden Fällen führt das dazu, dass ein Immunschutz aufgebaut wird, der auch eine echte Infektion abwehren kann – so der Plan.
Jeweils aufbauend auf einem Vektorvirus sind auch die ersten zugelassenen Ebola-Impfstoffe, der erste Dengue-Impfstoff und weitere experimentelle Impfstoffe entwickelt worden.
Vektorviren-Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2-Virus entwickeln beispielsweise Janssen, das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), die University of Oxford mit AstraZeneca, die Kooperation IAVI / MSD und das Konsortium ReiThera / Leukocare / Univercells.

Totimpfstoffe mit Virusproteinen:
Diese Impfstoffe enthalten entweder ausgewählte Virusproteine (so etwa bei Novavax, Greffex, der University of Queensland, UMN Pharma (Tochter von Shionogi) und Sanofi / GSK);
oder sie enthalten das ganze Material inaktivierter SARS-CoV-2-Viren (etwa bei Beijing Institute of Biological Products / Sinopharm).
Sehr viele zugelassene Impfstoffe sind so zusammengesetzt; beispielsweise solche gegen Hepatitis B oder Grippe.

Neuartiger Technologie, aktuellen technischen Möglichkeiten folgend, arbeiten die

RNA-Impfstoffe:
Diese Impfstoffe enthalten ein ausgewähltes Gen des Virus in Form von messenger-RNA (kurz mRNA), mit der in allen lebenden Zellen bei Bedarf Abschriften einzelner Gene erstellt werden, die für die Proteinherstellung nötig sind.
Die mRNA aus dem Impfstoff soll nach der Injektion im Körper die Bildung von (ungefährlichem) Virusprotein hervorrufen, das dann wiederum – wie bei einem konventionellen Impfstoff – den Aufbau des Immunschutzes bewirkt.
mRNA-Impfstoffe haben den Vorteil, dass von ihnen sehr schnell viele Injektionsdosen produziert werden können.
Zu den Unternehmen und Instituten, die solche Impfstoffe gegen Covid-19 entwickeln, gehören unter anderem BioNTech/Pfizer, Moderna, CureVac, Arcturus Therapeutics und eTheRNA.

DNA-Impfstoffe:
Ähnlich funktionieren auch Impfstoffe, die statt mRNA ein Stück DNA mit einem Viren-Gen enthalten. Daran arbeiten unter anderem das Unternehmen Inovio, das Genexine-Konsortium und das OpenCorona-Konsortium unter Führung des schwedischen Karolinska-Institut und Mitwirkung der Universität Gießen.

Quelle: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/impfen/impfstoffe