Medikamente

01. 07. 2020 USA kauft Bestände von Remdesivir auf

Die US-Regierung  hat einem Bericht des Guardians zufolge die weltweiten Bestände des Medikaments Remdesivir aufgekauft. Demnach habe die Regierung etwa 500.000 Dosen des Medikaments, erworben. Das entspricht offenbar in etwa der weltweiten Produktion bis Ende September und bedeutet wohl, dass kein anderes Land das Mittel während der nächsten drei Monate kaufen kann.

Quelle: Merkur.de

25. 6. 2020 Remdesivir soll in Europa zugelassen werden

EU: Ärzte können demnächst das Medikament, das den Markennamen Veklury erhalten soll, verschreiben, (sobald es von der Europäischen Kommission genehmigt wurde, was nächste Woche geschehen soll). 
Für bestimmte Patienten Patienten mit schwerer Atemwegssymptomatik ist es gut geeignet. Sofern nur eine Sauerstofftherapie benötigt wird, könnten Patienten bald mit Remdesivir behandelt werden. Allerdings helfe Remdesivir wohl nicht bei Patienten mit extrem schwerer Lungenbeteiligung, die eine künstliche Beatmung erforderlich macht.
Eine internationale Studie mit über 1000 Teilnehmern hatte Ende April gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann – von 15 auf elf Tage.

Quelle: tagesschau.de

23. 6. 2020: Dexamethason soll gesteigert produziert werden.

WHO: Die Nachfrage nach Dexamethason ist bereits gestiegen. Glücklicherweise handle es sich um ein günstiges Medikament, das weltweit an vielen Orten hergestellt werde. Er sei daher zuversichtlich, das sich die Produktion beschleunigen lasse.

Das Bundesgesundheitsministerium sah trotz der aus Forschersicht positiven Studienergebnisse in der vergangenen Woche noch keinen Grund, sich mit dem Medikament zu bevorraten. Zunächst solle die Studie geprüft werden, sagte ein Ministeriumssprecher. Er verwies zum darauf, dass die Studie derzeit „noch nicht einmal veröffentlicht“ sei.

19.6.2020: Krebsmedikament Ruxolitinib wirkt bei Covid-19

Wissenschaftler der Universität Marburg berichteten von der erfolgreichen Behandlung einer 65-jährigen Covid-19-Patientin mit Ruxolitinib, einem Krebsmedikament. Nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2* musste die Patientin auf einer Intensivstation mit einem Beatmungsgerät beatmet werden. Nach der Gabe des Krebsmedikaments hätten sich Atmung und Herzfunktion bei der Mittsechzigerin rasch wieder verbessert. Die Virusvermehrung reduzierte sich gleichzeitig.
Die Frau ist offenbar kein Einzelfall. Den Angaben zufolge wurden mehrere Corona-Patienten mit dem Krebsmedikament Ruxolitinib erfolgreich behandelt. 
Jetzt genehmigte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine klinische Studie, in der die Wissenschaftler den Einsatz von Ruxolitinib gegen Lungenversagen durch Covid-19* untersuchen wollen.

Quelle: Merkur.de

17. 6. 2020: Dexamethason als Medikament

WHO feiert „Durchbruch“ im Kampf gegen Covid-19
Zumindest für schwere Fälle von Covid-19 gibt es jetzt Hoffnung. Das Medikament ist günstig und gut verfügbar. Der Entzündungshemmer Dexamethason verringere nachweislich die Sterblichkeit von Covid-19-Patienten.
Bei dem Entzündungshemmer Dexamethason handle es sich um das erste Mittel, das die Sterblichkeit von Covid-19-Patienten verringere, die auf Sauerstoff oder Beatmungsgeräte angewiesen seien.
In der Studie untersuchen Wissenschaftler die Eignung verschiedener bereits zugelassener Medikamente als Mittel gegen Covid-19. Insgesamt sind den Angaben zufolge mehr als 11.500 Patienten aus über 175 Kliniken in Großbritannien in die Studie aufgenommen. Der Dexamethason-Teil der Studie umfasste demnach 2104 Patienten, die für zehn Tage einmal täglich 6 Milligramm Dexamethason bekamen. 4321 Patienten dienten als Kontrollgruppe.
Wissenschaftler unter Leitung eines Teams der Universität Oxford hatten für die Studie das weithin verfügbare Medikament mehr als 2000 schwerkranken Covid-19-Patienten verabreicht. Demnach reduzierte Dexamethason die Sterblichkeit derer, die nur mit Hilfe eines Beatmungsgerätes atmen konnten, um 35 Prozent. Bei Menschen, die Sauerstoff verabreicht bekamen, sank die Sterberate immerhin um ein Fünftel.

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