Warum sollte man sich impfen lassen (1/2021)

Statistisch gesehen ist tatsächlich nur ein relativ geringer Teil der Infizierten schwer krank, doch im Einzelfall nutz die Statistik wenig, wenn man betroffen ist.
Um neben den Schutz für den Einzelnen auch einen größtmöglichen, nach mathematischer Wahrscheinlichkeit berechenbaren kollektiven Schutz zu erreichen, sollten circa 70% der Bevölkerung immunisiert sein. Das gelingt über eine durchgemachte Infektion oder eben durch Impfung. Denn so wird auf Dauer die Übertragung von SARS-CoV-2 so sehr verringert, dass diese Pandemie vorübergeht.
Da der Virus kein Lebewesen ist, sondern nur eine chemische Kopiervorlage, diese Kopiervorlage herzustellen, braucht sie lebendige Zellen, um sich vervielfältigen zu können. Werden Kontakte und damit die Weitergabe an neue Zellen (z.B. in neuen Menschen) unterbrochen, wird die Ausbreitung des Virus verringert und wird so lokal beherrschbar.

Was brauche ich, um geimpft zu werden?

Vorerst reicht Ihr Personalausweis aus.
Aktuell werden allerdings bevorzugt die Risikogruppen geimpft.
Bei Menschen, die ein hohes berufliches Risiko tragen, sich anzustecken, wird eine Bescheinigung des/der Arbeitgeber/in erstellt.

Wie oft muss geimpften werden, um eine gute Immunität zu entwickeln?

Für einen vollständigen Impfschutz muss man sich zwei Mal im Abstand von drei bis vier Wochen impfen lassen.

Können die neuen Impfstoffe unsere Gene beeinflussen/manipulieren?

Die aktuell zugelassenen Impfstoffen von CureVac® und Moderna® sind neuartige mRNA-Impfstoffe.


 Bild: https://www.curevac.com/technologie/

Die mRNA (messenger Ribonukleinsäure =) Botenmoleküle werden nicht in DNA (Desoxyribo-nukleinsäure = Erbmaterial der Gene) umgebaut. Die mRNA sind Abschriften der DNA und dienen als Matritze für die Produktion von funktionellen Proteinen = Eiweißbausteinen für den Körper.
Weder die zelleigenen, noch die von außen mit der Impfung zugeführte mRNA haben Einfluss auf unsere Gene. Aus mRNA in menschlichen Zellen kann keine DNA gemacht werden.

Wenn Sie einen mRNA-Impfstoff bekommen, dann reagiert Ihr Körper, indem er Proteine herstellt. Auf diese Proteine und deren Oberflächenstruktur (die dem Virus ähnelt, aber nicht ansteckend ist) reagiert unsere Immunsystem und bildet Antikörper. Diese sind dann der Schutz vor dem eigentlichen Virus. Denn je früher unser körpereigenes Abwehrsystem eine fremde / feindliche Oberfläche erkennt, umso schneller kann das Immunsystem mit seinen Schutzreaktionen beginnen.
Je früher eine Infektion bekämpft wird, umso weniger Zellen werden durch Virusneuproduktion zerstört. Je geringer der Schaden, umso weniger schwerwiegend die Folgen.

Kann man nach der Impfung auf die Abstandsregelung und Mund-Nasen-Schutz verzichten?

Bis der Impfschutz greift (bis genügend Antikörper vom eigenen Organismus hergestellt sind), vergehen nach der zweiten Impfung circa zwei bis drei Wochen.
In dieser Zeit und auch danach kann man weiterhin Träger des Virus und damit ansteckend für andere sein. Die AHA-Regelungen sollten also weiterhin aus Solidarität aufrecht erhalten werden.

Was bedeutet es, dass die Impfung eine Wirksamkeit von 95% gegen COVID-19 hat?

Studiendaten zeigten: Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus zu infizieren, war bei den COVID-19-geimpften Teilnehmer/innen um 95 % geringer als bei den Placebo-geimpften Teilnehmer/innen. Kommt eine COVID-19-geimpfte Person also mit dem Erreger in Kontakt, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken.

Quelle: RKI. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Leitfaden-Patient.pdf?__blob=publicationFile

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