Immunität oder Widerstandskraft?

Frische Luft, gesunder Kohl, Kamille, Spaziergang, Farben…..
Auch bei Pflanzen fördert Vielfalt die Immunität

Allenthalben ist derzeit von Immunität*1) die Rede. Man erreicht sie, indem man nach einer Krankheit wieder gesund wird oder durch Impfung. Es gibt aber etliche Krankheiten, gegen die es gar keinen Impfstoff gibt oder einen, der immer wieder angepasst werden muss, da viele Viren sich ständig verändern (Grippe-Virus).

Mit 18 erkrankte ich an ansteckender Leberentzündung (Hepatitis B, durch Viren verursacht). Ursache war vermutlich eine Zahnentfernung, bei der der Zahnarzt weder Handschuhe noch Mundschutz trug. Das war in den 1960er Jahren noch nicht üblich. Ich kam nicht ins Krankenhaus, sondern wurde von meiner sachkundigen Mutter und unserem Hausarzt betreut. Er staunte, wie schnell sich meine Leberwerte erholten. Dennoch darf ich bis heute kein Blut spenden. 

Zur weltweiten Bedeutung von Hepatitis B lesen Sie bitte den Absatz ganz unten auf der Seite! Nur so viel vorweg: Jährlich sterben laut Weltgesundheitsorganisation etwa 887.000 Menschen daran. *2)

Ein anderes Beispiel ist die Tuberkulose. Daran sterben weltweit etwa 2 Millionen Menschen. Dennoch empfiehlt das Robert-Koch-Institut seit 1998 keine Impfungen für Deutschland. Die 9 Millionen Erkrankten leben vor allem in Afrika südlich der Sahara, in den Slums Südost-Asiens und Südamerikas sowie einigen Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion.
In Deutschland und anderen Industrieländern haben sozial benachteiligte Randgruppen der Gesellschaft im Vergleich zur Restbevölkerung ein erhöhtes Tuberkulose-Infektions- und Erkrankungsrisiko.

Armut und Gesundheit in Deutschland.e.V.

Es liegt also auf der Hand: Schlechtere Lebensbedingungen = höheres Krankheitsrisiko. Eine Binsenweisheit!!!!  Und welche Menschen starben bisher bei uns an Corona? Vorwiegend alte Leute mit erheblichen Vorerkrankungen.

Statt auf die Allmacht eines Impfstoffes und einer Maske mit Risiken und Nebenwirkungen in der Zukunft zu hoffen, empfehle ich folgende Maßnahmen (ebenfalls Binsenwahrheiten), um die Widerstandskraft des Körpers zu stärken: 

Viel Bewegung an der frischen Luft
Wohlschmeckendes, abwechslungsreiches Essen
Hobbies, die Freude machen
Umgang mit lieben Menschen
Lachen, singen und tanzen
Rücksichtsvolle Verwirklichung der eigenen Lebensziele
Wenig Alkohol
Nicht rauchen!

Obwohl ich nicht gläubig bin, gefällt mir der Vergleich aus früheren Zeiten: Warum erkranken so wenige Nonnen auf Leprastationen? Weil sie sicher sind, Gutes zu tun und fest an Gottes Güte glauben!

Ein wirkungsvoller Infektionsschutz von staatlicher Seite besteht also darin, gesunde Lebensverhältnisse für a l l e  Einwohner dieses Landes zu schaffen.

*1)Was genau ist Immunität?  Der Begriff umschreibt einen biologischen Zustand, in dem ein Organismus ausreichende Abwehrmechanismen gegenüber Krankheitserregern hat.
Die Immunität kommt einmal durch unspezifische Abwehrmechanismen des Körpers zu Stande, die einen Erreger (z.B. Viren, Bakterien) bekämpfen und ausschalten können. Zum anderen gibt es die spezifische (erworbene) Immunität, die durch die Ausbildung spezifischer Antikörper und Immunzellen als Reaktion auf eine, als artfremd identifizierte Oberfläche (Antigen) zustande kommt. Dieser Mechanismus wirkt bei Infektionen, aber auch bei Autoimmun- oder bei allergischen Reaktionen. Die spezifischen Antikörper lassen sich im Blut nachweisen, z. B. nach einer Infektion oder Schutzimpfung, wenn man wieder gesund wird.
(Alfons Lindemann)

*2)Bedeutung weltweit

  • In Afrika, Asien und den Pazifischen Regionen stellt der Leberkrebs, der durch Hepatitis B-Virus-Infektionen verursacht wird, eine der drei häufigsten Krebsursachen dar.
  • Schätzungsweise 887.000 Menschen sterben jährlich an Komplikationen infolge einer akuten oder chronischen Hepatitis-B-Erkrankung (WHO, Juli 2017).
  • In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara, sowie in Asien und im Pazifischen Raum werden am häufigsten Kinder durch das Hepatitis-B-Virus infiziert.
  • Ungefähr ein Viertel aller Erwachsenen, die sich in der Kindheit mit Hepatitis-B-Viren infizieren, sterben an den Folgen von Leberkrebs oder Leberzirrhose.
  • Experten befürchten, dass in den nächsten zehn Jahren rund 5 Millionen Menschen in Süd- und Südostasien an den Folgen der viralen Leberentzündung (Hepatitis) sterben werden.
  • Die chronische Hepatitis B und C ist laut WHO eine der häufigsten Ursachen vermeidbarer Krankheiten in folgenden asiatischen Ländern: Bangladesch, Bhutan, Myanmar, Ost-Timor, Indien, Indonesien, Malediven, Nepal, Nord-Korea, Sri Lanka und Thailand.
  • Rund 60% der Infizierten haben keine gesundheitlichen Probleme und sind sich daher ihrer Infektion gar nicht bewusst. Erst wenn die Spätfolgen wie z.B. Leberzirrhose oder Leberkrebs auftreten, bemerken sie die Virusinfektion

Quellen: https://www.fit-for-travel.de/impfung/tuberkulose/
https://www.fit-for-travel.de/krankheiten-a-z/hepatitis
https://www.armut-gesundheit.de/mithelfen/spenden/ (auch Foto)