Viren sind selten lebensbedrohend

Das nebenstehende Foto zeigt den Marburger Virologen Hans-Dieter Klenk des Institutes für Virologie an der Philipps-Universität.
Im Mittelpunkt seiner Arbeiten stehen die Influenza-Viren sowie das Marburg- und Ebola-Virus.

Gemeinsam mit dem Zeit Wissen-Autor Fritz Habekuß hat er den Wissenschaftskrimi „Treibland“ kommentiert, aus dem das folgende Zitat stammt.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Dieter_Klenk

„Ein solches Vorgehen ist für ein Virus ungewöhnlich. Eigentlich hat kein Parasit ein Interesse daran, seinen Wirt zu töten. Im Gegenteil: Je besser der mit dem Virus leben kann, desto höher ist auch die Chance, dass sich der Parasit weiterverbreitet. Natürlich haben simple Stränge von Erbgut keinen eigenen Willen und können nicht eigenständig handeln. Sie sind neutral, haben weder Sinn noch Ziel. Dennoch sind sie durch die Prozesse der Evolution so geformt, dass ihr Daseinszweck darin besteht zu existieren. <Viren, die ihren Wirt töten, müssen sehr aggressiv sein, damit sie schnell einen neuen Wirt finden, während der alte stirbt.> heißt es in `Treibland´.

Das Buch von Till Raether „Treibland“ – ein Virologie-Krimi, kann in der Bücherei in der Schule am Bornberg ausgeliehen werden. Es ist erschienen in der Reihe „DIE ZEIT – Wissenschaftskrimis“, Gerd Bucerius-Verlag Hamburg 2015. https://www.buecherei-biebertal.de/

Wir können nicht warten, bis das Virus verschwunden ist. Das wird es nämlich nicht.
Zum Beispiel: 90 Prozent der Deutschen tragen die Herpes simplex Viren vom Typ-1 in sich https://www.bmbf.de/de/90-prozent-der-deutschen-tragen-die-herpes-simplex-viren-vom-typ-1-in-sich-4310.html Und dennoch treten die unangenehm juckenden Lippenbläschen nur dann auf, wenn man unter Stress steht oder insgesamt nicht fit ist, z.B. durch Rauchen, falsche Ernährung, Alkoholmissbrauch, zu wenig Bewegung, psychische Überlastung, Hormonstörungen usw.