Erkältung – Covid-19 – Grippe — typische Symptome

— Grippeimpfung ?

Vorab, sollten Sie sich krank fühlen, gehen Sie bitte zum Arzt. Nur der Fachmann kann in der Zusammenschau der Zeichen eine passende Diagnose stellen und eine entsprechende Behandlung vorschlagen oder Entwarnung geben. Weder Dr. Google, noch Tests sind zuverlässige Ratgeber.

Die Übertragung von Mensch-zu-Mensch ist bei diesen Viren unstrittig,
Die Tröpcheninfektion ist der Hauptübertragungsweg. Auch eine Übertragung durch Kontakt und Schmierinfektion über Oberflächen, insbesondere in der unmittelbaren Umgebung von infizierten Personen, über die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden, ist prinzipiell nicht ausgeschlossen. Außerdem können die Viren vermutlich auch über das Einatmen von Aerosolen (in der Luft schwebende Tröpfchen, die kleiner als 5 Mikrometer sind) übertragen werden.
Vor den Tröpfchen schützt Abstand und auch der Mund-Nasen-Schutz kann da möglicherweise hilfreich sein; wobei es sehr auf die Art und die Gewebedichte der Mund-Nasen-Bedeckung ankommt.
Vor Kontaktinfektion schützt das Unterlassen von Berührungen bei Begegnungen sowie das Vermeiden der Weitergabe von Gegenständen, häufiges Händewaschen und Desinfektion mit geeigneten Mitteln.
Das Risiko, sich mit Aerosolen (nicht hinreichend erforscht) steigt vermutlich in geschlossenen, kleinen, schlecht belüfteten Räumen; wenn viele Personen im Raum sind; wenn mit steigender Lautstärke gesprochen oder gesungen wird, da die Atmung tiefer und der ausgeatmete Partikelstrom schneller wird und gebündelt weiter trägt.

Der Erkrankungsverlauf bei Covid-19 ist durch eine langsame Zunahme der Erkankungsschwere gekennzeichnet.

Die Wahrscheinlichkeit durch eine Covid-19-Infektion zu erkranken liegt bei 57 – 86 %.
20 – 50 % der Covid-19-Infektionen verlaufen asymptomatisch.
Von der Ansteckung bis zum Symptombeginn ist mit 5 – 6 (1 – 14) Tagen zu rechnen.
Patienten sind bereits am 1 – 2 Tag vor dem Auftreten von Symptomen ansteckend.
Nach Erkrankungsbeginn vergehen im Mittel 4 (2-7) Tage bis zum Auftreten einer Lungenentzündung (Pneumonie) und 4 (2-7) Tage, bis zur Hospitalisierung.
Patienten auf Intensivstation hatten ihren Sympotmbeginn 9-11 (6-12) Tage zuvor.
Ein Atemnotsyndrom entwickelte sich im Schnitt nach 7 (2-10) Tagen.
Von der Diagnose einer Pneumonie bis zum Versterben vergehen 1-6 Wochen.
International geht man von einer Sterberate (Mortalität) von 3,4-11 % aus; in Deutschland liegt sie bei 1 %.

Das Covid-19-Virus kann alle Organsysteme schädigen, Langzeitfolgen können bestehen bleiben.
Bislang konnten 6 von 7 Patienten ambulant versorgt werden. Die typischen Covid-19-Symptome sind:

unproduktiver Husten (also ohne Schleim) – 50 – 70 % der Fälle
Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn – 15 – 60 %
Fieber – 30 – 40 % (bis 99 %)
Atemnot 30 – 60 %
Schwäche – 38 %
Muskel- und Gelenkschmerzen – 31 %
Schnupfen – 21 %
Kopfschmerzen – 8 %
Durchfall – 6 %
Übelkeit / Erbrechen – 3 %
ohne Symptome – 20 – 50 %


Bei der echten Grippe durch den Influenza-Virus ist es typisch, dass die Symptome plötzlich auftreten,

Nahezu regelhaft verläuft die Influenza mit Fieber; sogar Fieberkrämpfe können passieren,
Muskel- und Gelenkschmerzen,
Kopfschmerzen
ausgeprägtes Schwächegefühl, z.T. über Wochen
Mittelohr-, Nasennebenhöhlenentzündung können auftreten,
manchmal kommt es zu Meningitis, Enzephalitis oder Myelitis
und zu Verschlechterungen vorbestehender Herz-Kreislauferkrankungen,
Trockener Husten, Halsschmerzen, verstopfte Nase , wie auch Bronchitis oder Pneumonie und Verschlimmerung vorbestehender Lungenerkrankungen können hinzukommen,.
In der Frühschwangerschaft kann es zu Komplikationen kommen.
Bei 5 – 36 % kann eine Infektion asymotomatisch (ohne dass der Betroffene etwas merkt) verlaufen,
25- 62 % spüren nur wenig (sind oligosymptomatisch). Sie ist dann schwer von einer Erkältung zu unterscheiden.


Trockener Husten, Halsschmerzen, verstopfte Nase
sind auch typisch für den Common Cold = Erkältung, die durch Rhinovieren ausgelöst werden.
Sie verlaufen oft ohne Fieber.
Die Inkubationszeit ist hier 1 – 4 Tage und der Krankheitsverlauf meist 5 – 7 Tage.


Eine Mehrfachinfektion kann vorkommen, so dass schwere Atemwegserkrankungen möglich sind.


(Quelle: Münchner Medizinische Wochenschrift MMW Fortschr. Med. 2020, 162, 17, S. 48-52)


Daher ist eine Grippeimfung empfehlenswert – insbesondere für die über-60-Jährigen und für Kinder.
Denn geimpft ist das Risiko an einer Grippe zu erkranken um 50 % geringer und ein milder Verlauf mit weniger Komplikationen (z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall) ist deutlich wahrscheinlicher.

In Deutschland steht in diesem Jahr ein 4fach-Impfstoff zur Verfügung; in der Hoffnung, dass die alljährlichen Mutationen des Influenza-Virus durch diese Anregung des Immunsystems gut abgedeckt wird. 26 Millionen Dosen Impfstoff stehen uns deutschlandweit zur Verfügung. Dennoch wird der Impfstoff wegen der erhöhten Nachfrage in diesem Jahr zeitweilig knapp – er wird aber für die Interessenten bald nachgeliefert.
Ziel der Europäsischen Union ist eine 75 %ige Impfquote unter den älteren Menschen. In Deutschland erreichen wir laut OECD aktuell 34,8 %.


(Quelle: Gießener Allgemeine, 10.10.2020 – Sonja Werner – Wenn Grippe auf Corona trifft)

Erkältung (common cold) – Covid – Grippe (Influenza) Verläufe – Risikogruppen – Mortalität – Tests

Seit Beginn des Jahres 2020 hält Covid-19 die Welt in Atem. Bereits Ende des Sommers waren weltweit rund 25 Millionen Menschen mit diesem Virus infiziert oder erkrankt und mehr als 700.000 sind im Zusammenhang damit verstorben.

Risikogruppen für einen schweren Verlauf bzw. eine erhöhte Mortalität bei Covid-19 und Influenza:
Alter über 60 Jahre
chronische Lungenerkrankung
chronische Herzerkrankung
Diabetes mellitus (wer Zuckerkrank ist)
Übergewicht (BMI von über 40 kg/m²)
Immunsuppression
Malignom-(Krebs) erkrankte
Leberkranke
Niereninsuffiziente (Niere arbeitet nicht mehr normal)
Covid – arterieller Bluthochdruck / neurologische Erkrankungen – Influenza
Covid – Männer / Schwangerschaft – Influenza
/ Kinder – Influenza

Die Covid-19-Erkrankung ist durch eine langsame Zunahme der Erkankungsschwere gekennzeichnet.

20 – 50 % der Covid-19-Infektionen verlaufen asymptomatisch.
Von der Ansteckung bis zum Symptombeginn ist mit 5 – 6 (1 – 14) Tagen zu rechnen.
Patienten sind bereits am 1 – 2 Tag vor dem Auftreten von Symptomen ansteckend.
Nach Erkrankungsbeginn vergehen im Mittel 4 (2-7) Tage bis zum Auftreten einer Lungenentzündung (Pneumonie) und 4 (2-7) Tage, bis zur Hospitalisierung.
Patienten auf Intensivstation hatten ihren Sympotmbeginn 9-11 (6-12) Tage zuvor.
Ein Atemnotsyndrom entwickelte sich im Schnitt nach 7 (2-10) Tagen.
Von der Diagnose einer Pneumonie bis zum Versterben vergehen 1-6 Wochen.
International geht man von einer Sterberate (Mortalität) von 3,4-11 % aus; in Deutschland liegt sie bei 1 %.

Das Covid-19-Virus kann alle Organsysteme schädigen, Langzeitfolgen können bestehen bleiben.
Bislang konnten 6 von 7 Patienten ambulant versorgt werden.


Immer wieder wird die Covid-19-Erkrankung mit der Grippe vergleichen, obschon es Ähnlichkeiten bei der Symptomatik gibt, werden dabei doch „Äpfel mit Birnen“ verglichen: also Unvergleichbares und nicht im Zusammenhang stehendes wird in Bezug und gleich gesetzt. Da ist wissenschaftlich nicht korrekt und schafft lediglich Pseudoargumente, die nicht belastbar sind.


Die echte Gruppe = Influenza tritt saisonal auf der Nordhalbkugel der Erde in den Wintermonaten gehäuft auf. Mit erheblichen Schwankungen ist damit zu rechnen, dass jährlich ein Milliarde Menschen von der Influenza betroffen und jährlich durchschnittlich 500.000 Tote zu beklagen sind.
Bei uns in Deutschland starben im Winter 2017/18 circa 25.000 Menschen, über die damals kaum jemand geredet hat. Es ist halt immer eine Frage der Aufmerksamkeit, was sich im Erleben abspielt.

Typisch ist, das die Influenza-Symptome plötzlich auftreten,
wobei Fieber fast regelhaft dazugehört; Fieberkrämpfe können passieren,
Muskel- und Gelenkschmerzen,
Kopfschmerzen
ausgeprägtes Schwächegefühl, z.T. über Wochen
Mittelohr-, Nasennebenhöhlenentzündung können auftreten,
manchmal kommt es zu Meningitis, Enzephalitis oder Myelitis
und zu Verschlechterungen vorbestehender Herz-Kreislauferkrankungen,
inklusive häufigeren Herzinfarkten und Schlaganfällen
Trockener Husten, Halsschmerzen, verstopfte Nase können hinzukommen,
zu Bronchitis oder Pneumonie und Verschlimmerung vorbestehender Lungenerkrankungen.
In der Frühschwangerschaft kann es zu Komplikationen kommen.
Bei 5 – 36 % kann eine Infektion asymotomatisch (ohne dass der Betroffene etwas merkt) verlaufen,
25- 62 % spüren nur wenig (sind oligosymptomatisch). Sie ist dann schwer von einer Erkältung zu unterscheiden.


Trockener Husten, Halsschmerzen, verstopfte Nase
sind auch typisch für den Common Cold = Erkältungskrankheiten, die durch Rhinovieren ausgelöst werden.
Sie verlaufen oft ohne Fieber.
Die Inkubationszeit ist hier 1 – 4 Tage und der Krankheitsverlauf meist 5 – 7 Tage.

Eine Mehrfachinfektion kann vorkommen, so dass schwere Atemwegserkrankungen möglich sind.


Sowohl Rachenabstrich als auch Serologie und insbesondere die Schnelltests können nur im Zusammenhang mit Anamnese (Krankengeschichte) und Klinik (Symptomatik) bewertet werden.
Im Vergleich mit Erkrankten haben mit Covid-19-Infizierte ohne Symptome im Nasenrachenraum eine ähnlich hohe Virenlast, so dass sie wichtige Treiber der Pandemie darstellen können.