Hilfe bei Terminvereinbarungen (1/2021)

PRESSEMITTEILUNG -pressestelle@lkgi.de, Di 12.01.2021 09:23

Landkreis bietet älteren Menschen Hilfe bei Terminvereinbarung und allen Fragen rund um die Corona-Impfung

Geschultes Team gibt in den Gemeinden Rat und Unterstützung

Landkreis Gießen. Ab heute (Dienstag, 12. Januar) sind in Hessen Anmeldungen für die Corona-Impfungen möglich. Der Landkreis Gießen unterstützt ab 14. Januar ältere und hilfsbedürftige Menschen bei allen Fragen rund um den Impftermin: Ein Team unterstützt bei Bedarf bei der Terminvereinbarung über die Online-Portale des Landes, gibt Hilfestellungen für den Weg zum Impfzentrum nach Heuchelheim und erklärt die Abläufe, die die Menschen dort erwarten.

Alle Menschen ab dem 80. Lebensjahr in Hessen gehören zu der Gruppe, die im ersten Schritt für Impfungen gegen das Coronavirus vorgesehen sind. Am 19. Januar öffnet das Impfzentrum des Landkreises Gießen in Heuchelheim.

Eine Impfung ist nur mit einem Termin nötig. Anmeldungen dafür erfolgen zentral über das Land Hessen über die Telefonnummern 116 117 oder (0611) 505 92 888. Anmeldungen sind auch online möglich über www.impfterminservice.de oder www.impfterminservice.hessen.de Das Land Hessen wird zudem Menschen ab 80 Jahren per Brief anschreiben und informieren. In den Schreiben enthalten sind auch Erfassungsformulare für Impftermine zu Hause. Bis diese möglich sind, wird es aber noch einige Wochen dauern.

Ein Team ist vor Ort in den meisten Rathäusern bei Fragen erreichbar

Der Landkreis hilft älteren Menschen beim Weg zur Impfung: „Unser Unterstützungsangebot richtet sich vor allem an allein lebende Menschen, denen es schwerfällt, über die zentralen vom Land Hessen vorgegebenen Wege einen Termin zu vereinbaren, die Fragen oder Ängste haben“, sagt Landrätin Anita Schneider. „Wir haben ein Team zusammengestellt, das in Zusammenarbeit mit den Kommunen direkt vor Ort in den meisten Rathäusern erreichbar ist und weiterhilft, wenn Angehörige, Nachbarn oder Freunde dies nicht tun können.“

Das Team ist Teil des neuen Personalpools, den der Landkreis zur Unterstützung von Pflegeeinrichtungen ins Leben gerufen hat. Es kann für die einzelnen Orte und Wohnsituationen genau zugeschnitten Hilfe für den Weg nach Heuchelheim und wieder zurück geben – von der Reservierung eines Platzes im Bürgerbus bis hin zur bezuschussten Taxifahrt. „Derzeit klärt das Land noch, ob es eine Rückerstattung der Fahrtkosten zum Impfzentrum ermöglichen kann“, erklärt Landrätin Schneider. „Bis dahin sind wir der Sparkasse Gießen dankbar, die eine Spende in Höhe von 5000 Euro zur Verfügung stellt, um anteilig die Kosten für Taxifahrten zu ermöglichen“, freut sich Landrätin Anita Schneider. „Das ist ein wertvoller Beitrag zum Zusammenerhalt der Gesellschaft.“ Ebenso ist sie den Kommunen dankbar, die rasch ihre Infrastruktur vor Ort für das Unterstützungsangebot zur Verfügung gestellt haben.

Alle älteren Menschen, die Hilfe bei der Terminvereinbarung benötigen oder Fragen rund um die Abläufe im Impfzentrum haben, können sich ab Donnerstag, 14. Januar, telefonisch montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr an Ansprechpartner*innen in den Rathäusern ihrer Kommunen wenden:

Allendorf: (01 51) 22 10 26 27
Biebertal: (0 64 09) 69 34
Buseck: (01 60) 96 30 19 14
Fernwald: (0 64 04) 91 29 11
Grünberg: (0 64 01) 22 12 44
Heuchelheim: (0 641) 60 02 56
Hungen: (0 64 02) 85 55
Langgöns: (0 64 03) 90 20 41
Lich: (0 64 04) 80 62 21
Linden: (0 64 03) 60 51 11
Lollar: (0 64 06) 92 01 09
Rabenau: (0 64 07) 91 09 34
Reiskirchen: (0 64 08) 95 90 66
Staufenberg:  (0 64 06) 8 09 24
Wettenberg: (0 641) 8 40 40
Für die übrigen Kommunen berät das Team des Landkreises unter Telefon (06 41) 93 90 11 66

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Wingender
Pressesprecher

Landkreis Gießen
Der Kreisausschuss
Kreisgremien und Öffentlichkeitsarbeit
Gebäude F – Raum 207
Riversplatz 1-9
35394 Gießen

Telefon: 0641 9390-1470
Mobil: 0176 19390-823
dirk.wingender@lkgi.de
pressestelle@lkgi.de
http://www.lkgi.de
www.facebook.com/LandkreisGiessen

Impfstoffe – ein Vergleich – (1/2021)

Die aktuell verfügbaren Impfstoffen sind beide moderne mRNA-Impfstoffen

Man kann diese Impfstoffe als maßgeschneiderte molekulare Kreation betrachten. Mit Hilfe der mRNA-Sequenz im Impfstoff wird die bestmögliche Herstellung eines gewünschten Proteins im Körper codiert. Die Impfung stellt sicher, dass die entsprechende Abschrift erreicht wird, so wie es ein Virus auch machen würde – nur dass die Impfung ein anderes Ziel verfolgt, als der um seine Vervielfältigung bemühte Virus, das sich wie ein Krebsgeschwür ausbreitet.

Quellen: Gießener Anzeiger, 14. 1. 2021

Der Vorteil der Moderna®-Impfstoffe ist, dass es bei Kühlschranktemperatur gelagert werden – und damit in jeder Arztpraxis verimpft werden kann,
während CureVac® bei 70 Grad minus haltbar ist. Nach dem Auftauen muss der Impfstoff binnen 5 Tagen verimpft sein.

Foto: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/woran-wir-forschen/impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019-ncov

Traditionelle Impfstoffe mit lang bewährter Technologie sind:

Lebendimpfstoffe mit inaktivierten Vektorviren:
Hier dienen gut bekannte, harmlose Viren als Ausgangspunkt, beispielsweise das „Modifizierte Vaccinia-Virus Ankara“ (MVA), das Adenovirus Serotyp 26 oder das Virus aus Masernimpfstoff, um das Immunsystem anzuregen.
Solche sogenannten Vektorviren können sich in Menschen vermehren, ohne eine Erkrankung auszulösen. Man weiß auch, wie man sie in Zellkulturen in großen Mengen produzieren kann.
Die Forscher ergänzen für die Impfung das Vektorvirengenom um ein oder mehrere Gene für Oberflächenproteine, z.B. von SARS-CoV-2. Einige Vektorviren werden auf diese Weise „verkleidet“, da sie dann selbst diese Proteine auf ihrer Oberfläche tragen und so dem Immunsystem eine Covid-19-Infektion vorgaukeln können.
Andere Vektorviren sehen nicht nach SARS-CoV-2 aus, aber veranlassen die Produktion der SARS-CoV-2-Proteine in Zellen, in die sie eingedrungen sind.
In beiden Fällen führt das dazu, dass ein Immunschutz aufgebaut wird, der auch eine echte Infektion abwehren kann – so der Plan.
Jeweils aufbauend auf einem Vektorvirus sind auch die ersten zugelassenen Ebola-Impfstoffe, der erste Dengue-Impfstoff und weitere experimentelle Impfstoffe entwickelt worden.
Vektorviren-Impfstoffe gegen das SARS-CoV-2-Virus entwickeln beispielsweise Janssen, das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), die University of Oxford mit AstraZeneca, die Kooperation IAVI / MSD und das Konsortium ReiThera / Leukocare / Univercells.

Totimpfstoffe mit Virusproteinen:
Diese Impfstoffe enthalten entweder ausgewählte Virusproteine (so etwa bei Novavax, Greffex, der University of Queensland, UMN Pharma (Tochter von Shionogi) und Sanofi / GSK);
oder sie enthalten das ganze Material inaktivierter SARS-CoV-2-Viren (etwa bei Beijing Institute of Biological Products / Sinopharm).
Sehr viele zugelassene Impfstoffe sind so zusammengesetzt; beispielsweise solche gegen Hepatitis B oder Grippe.

Neuartiger Technologie, aktuellen technischen Möglichkeiten folgend, arbeiten die

RNA-Impfstoffe:
Diese Impfstoffe enthalten die ausgewählte „Abschrift“ eines Gens = messenger-Ribonukleinsäure (kurz mRNA). Mit dieser BotenRNA – z.B. hier des Covid-Virus – können in allen lebenden Zellen Proteine hergestellt, die in diesem Fall (gewünscht) den Oberflächenstrukturen des Virus entsprechen. Diese Teile allein sind aber eben nicht infektiös.
Bei den meisten Menschen bildet der Körper also nach der Injektion mit Hilfe der mRNA aus dem Impfstoff selbst die (ungefährlichen) Virusbestandtele. Das regt dann wiederum – wie bei einem konventionellen Impfstoff – den Aufbau des Immunschutzes an, indem das Immunsystem Antikörper gegen den Fremdkörper bildet und in Erinnerungszellen den Bauplan für die Antikörper speichert. Ist der Körper, z.B. bei einer echten Infektion, mit dem Erreger konfrontiert, erfolgt die Abwehrreaktion deutlich schneller, als bei ungeimpften, die die Abwehrreaktion je erst aufbauen müssen, während sich das wirklich infektiöse und krankmachende Virus im Körper zunächst ungehindert ausbreitet.
mRNA-Impfstoffe haben den Vorteil, dass von ihnen sehr schnell viele Injektionsdosen produziert werden können.
Zu den Unternehmen und Instituten, die solche Impfstoffe gegen Covid-19 entwickeln, gehören unter anderem BioNTech/Pfizer, Moderna, CureVac, Arcturus Therapeutics und eTheRNA.

DNA-Impfstoffe:
Ähnlich funktionieren auch Impfstoffe, die statt mRNA ein Stück DNA mit einem Viren-Gen enthalten. Daran arbeiten unter anderem das Unternehmen Inovio, das Genexine-Konsortium und das OpenCorona-Konsortium unter Führung des schwedischen Karolinska-Institut und Mitwirkung der Universität Gießen.

Quelle: https://www.vfa.de/de/arzneimittel-forschung/impfen/impfstoffe

„Jede helfende Hand zählt!“ (1/2021)

Aufruf der Landrätin zum Aufbau eines Personalpools

Unterstützung der Pflegeeinrichtungen im Landkreis Gießen
durch freiwillige Helferinnen und Helfer;
Aufbau eines Personalpools „Jede helfende Hand zählt!“

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Vereinsmitglieder und Studierende,

aufgrund von vermehrten Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen sowie
in Einrichtungen der Behindertenhilfe im Landkreis Gießen kann die
Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner dort aktuell nicht mehr
vollständig abgedeckt werden. Es drohen Engpässe, was die Betreuung und
Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner angeht und die Gefahr, dass
Fachkräfte fehlen, um die Pflegeleistungen mit ausreichend Personal
abzusichern.

Der Landkreis Gießen sieht hier dringenden Handlungsbedarf, um den pflege-
und betreuungsbedürftigen Menschen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen.
Nun zählt jede helfende Hand! Gesucht werden Menschen aus der
Bevölkerung, aus den Vereinen und den Hochschulen, die bereit sind, die
Fachkräfte bei der Betreuung und Versorgung der Heimbewohnerinnen und
Heimbewohner zu entlasten,
zum Beispiel etwa bei der Zubereitung von
Mahlzeiten und in der Alltagsbetreuung.
Daher soll kurzfristig ein Personalpool zur Unterstützung der Pflegekräfte
installiert werden, um den Heimen kurzfristig Hilfskräfte zur Verfügung zu
stellen.
Es ist das Ziel, durch eine wertvolle Unterstützung für die Fachkräfte vor Ort
einen Kollaps der pflegerischen Versorgung in den Alten- und Pflegeheimen
sowie in den Einrichtungen für Behindertenhilfe zu verhindern.

Die Vermittlung durch den Landkreis Gießen führt zu einer zeitlich befristeten
Einstellung in der jeweiligen Pflegeeinrichtung.
Für die Gesundheit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wird durch die
Bereitstellung von Schutzausrüstung und regelmäßige Tests durch den
Landkreis Gießen gesorgt.
Außerdem werden alle Freiwilligen vor ihrem Einsatz
durch das Gesundheitsamt in die erforderlichen Hygienebestimmungen
eingeführt. Auch während des Einsatzes stehen beim Landkreis
Ansprechpartner für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zur Verfügung.

Wir würden uns über Ihre Unterstützung sehr freuen und bitten Sie um
Anmeldung über das Kontaktformular auf der Homepage des Landkreises
Gießen

https://www.lkgi.de/gesundheit-und-soziales/3393-pflegepool-freiwillige-und-
hilfesuchende-koennen-sich-hier-melden .


Quellen:
Aufruf der Landrätin
Foto: Pflegenetzwerk Leipzig e.V.

Was meint „Inzidenz“ bei den Corona-Fällen (1/2021)

Die angegebenen Inzidenzzahlen sorgen immer wieder für Fragen und Verwirrung.



Das Problem:
In den Zeitungen werden seit einiger Zeit sowohl die Zahl der aktiven (infektiösen) Fälle, als auch die Gesamtzahl der Coronainfektionen veröffentlicht.
Für die Kommunen werden dort lediglich die aktiven Fälle – sprich alle Personen, die als infektiös gelten – gelistet. Darunter können allerdings auch Personen sein, deren positiver Test bereits mehr als sieben Tage zurückliegt.

Um den Inzidenzwert zu berechnen, sind exakt die Neuinfektionen innerhalb von 7 Tagen notwendig.
Diese werden durch die Einwohnerzahl der Ortschaft geteilt und anschließend mit 100 000 multipliziert.
Für die Berechnung der Inzidenz darf also nicht die aktuelle Zahl der aktiven Fälle herangezogen werden, sondern es muss die Zahl der Neuinfektionen binnen 7 Tagen in Erfahrung gebracht werden.

Rechenbeispiel: In einer Kommune mit 8471 Einwohnern gab es im Zeitraum von 7 Tagen 18 neue Fälle positiv getestet.
Der 7-Tage-Inzidenz-Wert liegt also in dem Fall bei rund 212,5 (18 aktive Fälle geteilt durch 8471 Einwohner multipliziert mit 100 000)

Folgerung: Liegt die Inzidenz bei Null, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass es in dieser Kommune keine aktiven Fälle gibt – es kamen lediglich im Zeitraum von 7 Tagen keinen weiteren hinzu.

Quelle: Gießener Anzeiger, 21.11.2020

Impfstoffkandidat schützt Lunge komplett (1/2021)

Wissenschaft: Das Logo des Biotech-Unternehmen Curevac.
Das Logo des Biotech-Unternehmen Curevac. © Sebastian Gollnow/​dpa

Curevac-Studien an Rhesusaffen belegen laut dem Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac eine hohe Wirksamkeit des hauseigenen Impfstoffkandidaten CVnCoV.
Die Primaten seien in der Untersuchung zweimal innerhalb von 28 Tagen mit einer Dosis von je acht Mikrogramm CVnCoV geimpft worden, teilte das Unternehmen am Montag mit.
Nach einer Belastungsinfektion mit SARS-CoV-2 seien sie vor dem Virus geschützt gewesen.
Die Tiere hätten eine verringerte virale Belastung in den oberen Atemwegen (Nase und Rachen) gezeigt.
Die unteren Atemwege (Lunge) seien vollständig geschützt gewesen. d.h., in diesem Bereich war das Virus nicht nachweisbar.

Der vollständige Schutz der Lungen von geimpften Tieren zeigt das Potenzial der CVnCoVaccine (Impfung).
Es darf vermutet werden, dass der Impfstoff auch Menschen vor der verheerenden Wirkung des Virus schützen kann.
Es ermutigt uns sehr, dass CVnCoV seine Wirkung bereits bei einer geringen Dosis entfaltet. Die Menge ist sogar noch geringer als die Dosis, mit der wir derzeit in der zulassungsrelevanten klinischen Studie testen.

In der laufenden Phase III von Curevac wird Probanden eine Dosis von zwölf Mikrogramm verabreicht.
In dieser letzten klinischen Phase vor der Zulassung geht es darum, die Sicherheit und Wirksamkeit bei Erwachsenen an Standorten in Europa und Lateinamerika zu prüfen.
Der Impfstoff CVnCoV basiert auf mRNA – wie die bereits in der EU zugelassenen Produkte von Biontech/Pfizer und Moderna.

Das Material für die klinischen Studien wird in Tübingen bereitgestellt. Um eine breit angelegte Produktion von CVnCoV für eine potenzielle kommerzielle Lieferung zu ermöglichen, werden die Herstellungskapazitäten laut Curevac derzeit europaweit erweitert. Mit ersten Ergebnissen der Studie mit mehr als 35 000 Teilnehmern rechnet Curevac Ende des ersten Quartals 2021.

Quelle: ZEIT ONLINE, 11. Januar 2021, Quelle: dpa

Warum sollte man sich impfen lassen (1/2021)

Statistisch gesehen ist tatsächlich nur ein relativ geringer Teil der Infizierten schwer krank, doch im Einzelfall nutz die Statistik wenig, wenn man betroffen ist.
Um neben den Schutz für den Einzelnen auch einen größtmöglichen, nach mathematischer Wahrscheinlichkeit berechenbaren kollektiven Schutz zu erreichen, sollten circa 70% der Bevölkerung immunisiert sein. Das gelingt über eine durchgemachte Infektion oder eben durch Impfung. Denn so wird auf Dauer die Übertragung von SARS-CoV-2 so sehr verringert, dass diese Pandemie vorübergeht.
Da der Virus kein Lebewesen ist, sondern nur eine chemische Kopiervorlage, diese Kopiervorlage herzustellen, braucht sie lebendige Zellen, um sich vervielfältigen zu können. Werden Kontakte und damit die Weitergabe an neue Zellen (z.B. in neuen Menschen) unterbrochen, wird die Ausbreitung des Virus verringert und wird so lokal beherrschbar.

Was brauche ich, um geimpft zu werden?

Vorerst reicht Ihr Personalausweis aus.
Aktuell werden allerdings bevorzugt die Risikogruppen geimpft.
Bei Menschen, die ein hohes berufliches Risiko tragen, sich anzustecken, wird eine Bescheinigung des/der Arbeitgeber/in erstellt.

Wie oft muss geimpften werden, um eine gute Immunität zu entwickeln?

Für einen vollständigen Impfschutz muss man sich zwei Mal im Abstand von drei bis vier Wochen impfen lassen.

Können die neuen Impfstoffe unsere Gene beeinflussen/manipulieren?

Die aktuell zugelassenen Impfstoffen von CureVac® und Moderna® sind neuartige mRNA-Impfstoffe.


 Bild: https://www.curevac.com/technologie/

Die mRNA (messenger Ribonukleinsäure =) Botenmoleküle werden nicht in DNA (Desoxyribo-nukleinsäure = Erbmaterial der Gene) umgebaut. Die mRNA sind Abschriften der DNA und dienen als Matritze für die Produktion von funktionellen Proteinen = Eiweißbausteinen für den Körper.
Weder die zelleigenen, noch die von außen mit der Impfung zugeführte mRNA haben Einfluss auf unsere Gene. Aus mRNA in menschlichen Zellen kann keine DNA gemacht werden.

Wenn Sie einen mRNA-Impfstoff bekommen, dann reagiert Ihr Körper, indem er Proteine herstellt. Auf diese Proteine und deren Oberflächenstruktur (die dem Virus ähnelt, aber nicht ansteckend ist) reagiert unsere Immunsystem und bildet Antikörper. Diese sind dann der Schutz vor dem eigentlichen Virus. Denn je früher unser körpereigenes Abwehrsystem eine fremde / feindliche Oberfläche erkennt, umso schneller kann das Immunsystem mit seinen Schutzreaktionen beginnen.
Je früher eine Infektion bekämpft wird, umso weniger Zellen werden durch Virusneuproduktion zerstört. Je geringer der Schaden, umso weniger schwerwiegend die Folgen.

Kann man nach der Impfung auf die Abstandsregelung und Mund-Nasen-Schutz verzichten?

Bis der Impfschutz greift (bis genügend Antikörper vom eigenen Organismus hergestellt sind), vergehen nach der zweiten Impfung circa zwei bis drei Wochen.
In dieser Zeit und auch danach kann man weiterhin Träger des Virus und damit ansteckend für andere sein. Die AHA-Regelungen sollten also weiterhin aus Solidarität aufrecht erhalten werden.

Was bedeutet es, dass die Impfung eine Wirksamkeit von 95% gegen COVID-19 hat?

Studiendaten zeigten: Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus zu infizieren, war bei den COVID-19-geimpften Teilnehmer/innen um 95 % geringer als bei den Placebo-geimpften Teilnehmer/innen. Kommt eine COVID-19-geimpfte Person also mit dem Erreger in Kontakt, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken.

Quelle: RKI. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Leitfaden-Patient.pdf?__blob=publicationFile

Hessenweite Maßnahmen gegen das Virus (3/2020)

Unser Ministerpräsident hat weitere Maßnahmen gegen das Virus in Gang gebracht!

Restaurants und Gaststätten in Hessen werden im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ab Samstagmittag, 12 Uhr, geschlossen. Außerdem beschloss die Landesregierung, die Obergrenze für Versammlungen von bislang 100 auf fünf Menschen abzusenken. Das gilt ab Samstag, 0 Uhr. Dadurch will die Regierung die Ansteckungsgefahr mit dem Virus weiter eindämmen. Quelle: https://www.hessenschau.de/gesellschaft/bouffier-hofft-auf-vernunft-ausgangssperre-waere-letzte-massnahme,corona-versammlungen-restaurants-einschraenkungen-100.html

Das betrifft natürlich auch unsere Gastronomen in Biebertal. Bitte informiert euch bei Eurer Lieblingslingsgaststätte im Einzelnen ob sie auf eine andere Art Euer Lieblingsgericht verkaufen dürfen/können.

Also bleibt bitte alle zu Hause und geht nur vor die Tür für Allerwichtigstes!

Hier noch ein paar Tipps für alle die nicht wissen was sie treiben sollen.:

Ihr könnt eure Großeltern im Heim nicht besuchen ? – Dann fragt doch mal lieb nach ob das Heim eine Skype-Verbindung anbieten kann. In der heutigen Zeit sollte das selbst auf dem ländlichen Raum möglich sein. Vielleicht stellt ja die ein oder anderer Pfelgekraft ihr Smartphone für einen Videocall zur Verfügung. Für die Schulkinder unter euch bieten alle große TV-Anstalten und das Internet Lernübungen an. Auch Freunde kann man ja eventuell über die Smartphones der Eltern via Videocall sehen. Für unsere kleinen können auf der Seite https://www.picdrop.com/moellerfotografie/Hotzis-Ausmalbilder?fbclid=IwAR1T-wfBKQp7d0GpDzFezmGDZgsrG6I5w-pYefkmJ-uVQzw7tv59cY4miRc Ausmalbilder von unserer Mitbürgerin Anne Möller kostenlos heruntergeladen werden. Großen Dank an der Stelle Anne! Vielleicht kommt der ein oder andere ja auch wieder auf das gute alte Buch. Es gibt viele spannende Geschichten, die es zu entdecken gilt und für jeden sollte auf dem Buchmarkt was dabei sein, was ihn interessiert. Und das Internet hat auf alles eine Antwort. Ihr müsst nur richtig suchen.

Also nochmal der Appell an alle. Stay at home! und vielleicht können wir uns eventuell nach Ostern alle wieder treffen und zusammen feiern.

Covid-19 und ihre Auswirkungen auf die Psyche (3/2020)

Kirsensituationen werden von den meisten Menschen emotional gut und ohne Schäden verarbeitet.

Dennoch ist grundsätzlich, in Analogie zu ähnlichen Ereignissen in der Vergangenheit, davon auszugehen, dass psychische Belastungen infolge der COVID-19-Pandemie in großen Teilen der Bevölkerung auftreten.
Dennoch sind viele dieser Reaktionen vor dem Hintergrund der realen Gefahren zunächst als nichtpathologische Reaktion auf ein außergewöhnliches Ereignis einzuordnen.

Laut internationalen Roten Kreuzes können folgende Reaktionen während einer Pandemie als nahezu normalpsychologisch angesehen werden:

  • Ängste, krank zu werden und zu versterben;
  • Ängste auch vor Symptomen und Erkrankungen, die relativ einfach behandelt werden können;
  • Angst, durch das Aufsuchen von Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge erkranken und versterben zu können;
  • Sorgen, nicht mehr in der Lage zu sein, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten, während einer Isolation nicht arbeiten zu können oder gekündigt zu werden, weil der Arbeitgeber beispielsweise Angst vor Kontamination hat;
  • Gefühle von Hilflosigkeit und Depression infolge von Isolation;
  • Misstrauen und Ärger gegenüber allen, die mit der Krankheit in Verbindung gebracht werden;
  • Stigmatisierung und Angst vor Patientinnen und Patienten, Gesundheitsfachkräften und Menschen, die Erkrankte pflegen;
  • das Ablehnen von Ansprache durch Gesundheitsfachkräfte oder Freiwillige bis hin zu verbaler oder körperlicher Bedrohung von Helferinnen und Helfern. (Quelle: Dtsch Arztebl 2020; 117(13): A 648–54)

Vorerfahrungen, Erwartungshaltungen und Zukunftsprognosen, wie auch bestehende Vorerkrankungen, wirken sich auf die individuelle Bewältigung einer Krise aus.
Die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, beschreibt man in der Psychologie als Resilienz oder psychische Widerstandsfähigkeit. Als ihr Gegenstück wird Vulnerabilität (Verwundbarkeit, Verletzbarkeit) angesehen, die dann nach dem Vulnerabilitäts-Stress-Modell zu einer erhöhten Anfälligkeit für psychische Krankheiten führt. Davon sind insbesondere Menschen ohne intakte soziale Netzwerke betroffen.

Eine Krise wie die Corona-Pandemie führt dann schnell zu einer Verdichtung und Erhöhung der Zahl schwer betroffener Patienten mit verschiedenen Diagnosen. Zu den Gruppen die jetzt dekompensieren und sichtbar erkranken gehören viele alkoholkranke Menschen, vor allem wenn sie isoliert leben, sowie Angstpatienten und an einer Depression, Borderlinestörung oder Psychose erkrankte Menschen.

Als besonders bedrohlich werden meist der gefühlte Kontrollverlust, also Gefühle von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein erlebt, Ängste vor Ansteckung (oft gefördert von Unkenntnis und Überbetonung bestimmter Wahrnehmungen), Einsamkeit und unerwartete finanzielle Risiken beeinträchtigen die Menschen auf dem Boden ihrer vorhandenen Reaktionsmuster und grundlegenden Einstellungen.
Beim Versuch Kontrolle zurückzugewinnen, handeln Menschen auf ganz unterschiedliche Weise – auch schon mal völlig irrational – z.B. mit Hamsterkäufen oder mit einfach gestrickten Erklärungsmodellen oder indem man sich nur noch in „Blasen“ gleichdenkender in Social-Media-Kanälen aufhält.

Während kämpferische, optimistische Menschen das Beste aus der gegebenen Situation zu machen suchen, erkranken die vorbelasteten Personen durch den Anstieg der Belastungen oder den Wegfall von Kompensationsmechanismen.

Die andauernden Einschränkungen im tätlichen Leben während der Corona-Pandemie (Ende offen) können einem schon ziemlich auf das Gemüt drücken. Dennoch können die meisten Menschen mit dem Rückgang persönlicher sozialer Kontakte oder dem Anstieg von Sorgen um die eigene Gesundheit oder die berufliche Zukunft relativ gut umgehen. Der latent Depressive z.B. erlaub sich da jedoch mehr negative Gedanken, grübelt mehr, was u.a. zu Schlafstörungen und nachfolgenden Konzentrationsproblemen, Kraftlosigkeit und sinkendem Antrieb führt. Die Spirale geht abwärts, bis dass kaum noch ein Ausweg oder Licht im Tunnelblick zu erkennen ist. Der fehlende Körperkontakt wird zu mangelndem Halt, das „sozial distanzing“ wird zur sozialen Isolation und Einsamkeit, zu mehr Raum für Phantasie, die alle möglichen Möglichkeiten offen hat. Zur Paranoia neigende Menschen bekommen dann leichter Wahngedanken, halten Verschwörungstheorien für glaubwürdig, driften in eine innere Parallelwelt ab. Menschen, die sich emotional instabil fühlen, die sich und ihre Anspannung schlecht selbst regulieren können, rasten mehr aus, reagieren Aggressiv. Bei eher ängstlich gestimmten oder gar angstkranken Menschen steigt die Angst ins fast unerträgliche, da ihr Bedürfnis nach Sicherheit in einer solchen Situation noch unmöglicher zu befriedigen scheint. Sind z.B. 0,1 % der Menschen im Ort positiv auf Corona getestet, sehen sie darin eine enorme Bedrohung, während sie die Betrachtungsweisen der anderen 99,9 % völlig aus den Augen verlieren.
Eine derartige Wahnehmungsverzerrung kennt man aus der Geschichte, z.B. als „Wunder von New York“:
Der Bürgermeister versprach die Verbrechensrate während seiner Amtszeit zu halbieren; was er tatsächlich schaffte. Während die Verbrechensrate also um 50 % zurückging, stieg die Berichterstattung über Kriminalität um 600 %. Am Ende der Amtszeit fühlten sich die New Yorker unsicher als zuvor.

In der Ambulanzen ist die Nachfrage nach Hilfe höher als in Vor-Corona-Zeiten, berichtet Prof. Chr. Mulert, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Gießener Uniklinikums (UKGM). Weiter berichtet er,
da psychische Erkrankungen nicht aufschiebbar sind, hätten sie Patienten stationär aufgenommen, die ohne die Corona-Situation mit ihren Problemen nicht in die Klinik kommen mussten.
(Quelle: Gießener Anzeiger, 8.10.2020)

Empfehlenswert:
Schauen Sie nicht stündlich in den Newsticker, was es Neues zu Covid-19 gibt – das macht zusätzliche Sorgen, während die realen Entwicklungen längere Zeitläufe haben. Nutzen Sie seriöse Quellen.
Vermeiden Sie eintönige Tagesabläufe.
Suchen Sie Alternativen zu den fehlenden sozialen Kontakten – z.B. Briefe, Mails, Videochats, Telefonate.
Perspektivwechsel und das verlassen altbekannter Muster kann sehr hilfreich sein. Setzen Sie dem Gefühl der Ohnmacht eigenes Gestalten entgegen – selbst wenn das gelegentlich heißt, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Besser noch, ein Projekt realisieren; mit dem Lebenspartner neue Dinge entdecken.
Spielen Sie wieder. Kochen Sie wieder selbst. Lesen Sie einander vor – sprechen Sie darüber.
Entdecken Sie die Krise als Chance. Entdecken Sie etwas Gutes im Schlechten. Positives zu sehen meint, das Faktische anzuerkennen (und möglicherweise etwas Gutes daraus zu machen). z.B. Reden Sie mal wieder darüber, wie es ihnen geht, wovon Sie träumen, was Ihnen gefällt – oder schauen Sie mal in den „Spiegel“ und entdecken, was Sie bei ihrem Partner sehen (was Sie vielleicht nervig finden oder verändern würden) und entdecken, was das mit Ihnen zu tun hat. usw.


Quelle: Detsches Ärzteblatt 2020; 117(13): A-648 / B-552, Petzold, M.B., Ströhle, A., Plag, J.



Corona Mathematik bzw. -manipulation (10/2020)

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Quelle: Im Gießener Anzeiger vom 21. 10. 2020 sind diese eindrücklichen Bilder zu sehen,
die Prof. Dirk Brockmann in der Fernsehtalkrunde bei Markus Lanz erläuterte.

Das ist, mathematisch gesehen, die Begründung für Kontaktbeschränkungen;
insbesondere wenn die Begegnungen längere Zeit andauern, in wenig belüfteten Räumen stattfinden und/oder wenn die Atmung intensiviert ist (z.B. bei Sport, Singen etc.).

Es ist also der Zuwachs an (ungeschützten) Kontakten, die die Gefahr der Neuinfektionen erhöht.

Leider hält diese Argumentation mit theoretischen Möglichkeiten, so eindrücklich die Zahlen auch sind, der Praxis nicht stand. Denn je größer die Zahl der Personen, um so unwahrscheinlicher ist es, dass sich alle mit allen treffen oder in eine Weise begegnen, in der Virusmaterial ausgetauscht wird, zumal ja nicht alle Personen infektiös sind. Dennoch gilt ein allgemeiner Satz der Statistik:
Häufiges ist häufig, während Seltenes eher selten vorkommt.
Aber diese Form der oben dargestellten Arithmetik sorgt vor allem für Angst.

Mit Angst hält man Menschen in Schach … allerdings nur solange die Bedrohung physisch anwesend und sichtbar ist.
Daher spielt u.a. die Mund-Nasen-Bedeckung eine so wichtige Rolle in der Öffentlichkeitsarbeit.
Daher kommt es aber auch überall dort mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Virusübertragung, wo Kontrolle fehlt und Menschen sich nahe kommen.